3. Woche, 3. Tag – Weihe der spürbaren Abwesenheit Gottes und aller Trockenheit

3. Woche, 3. Tag – Weihe der spürbaren Abwesenheit Gottes und aller Trockenheit

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Mein heiligster Herr, der du mich heiligst,
alles, was in mir ist, gehört dir.
Wenn ich mich von deinen Heiligen unterscheide,
dann deshalb, weil ich nicht glühend genug deine Gnade verlange,
weil ich nicht nach genügend großer Gnade verlange
und die Gnade, die du mir schon gewährt hast,
nicht eifrig ausschöpfe.
Trotz meiner Unwürdigkeit vermehre in mir diese Gnade der Liebe.
Sie ist kostbarer als alles andere auf der Welt.
Ich empfange sie anstelle all dessen,
was die Welt mir geben kann. Oh, schenke sie mir!
Sie ist mein Leben!
(Kardinal Newman)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 22, 2-8

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag,
doch du gibst keine Antwort;
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig, du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsere Väter vertraut,
sie haben vertraut,
 und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit,
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

Betrachtung

Als die Eltern den zwölfjährigen Jesus im Tempel wieder fanden und seine Mutter ihn fragte: „Wie konntest du uns das antun?“, antwortete dieser: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ Aber der Evangelist fügt hinzu: „Doch sie (Josef und Maria) verstanden nicht, was er damit sagen wollte“(Lk 2,48-50). Jesus war sich also bewusst, dass „den Sohn nur der Vater kennt“(vgl. Mt 11,27). Sogar diejenige, der das Geheimnis seiner göttlichen Sohnschaft tiefer offenbart worden war, seine Mutter, lebte nur durch den Glauben in Vertrautheit mit diesem Geheimnis!
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

O Jungfrau Maria, ich weihe dir alle Augenblicke, in denen ich Gott in wahrnehmbarer, spürbarer Weise verloren habe, und in denen mir das Opfer deines Sohnes fremd geworden ist. Ich weihe mich deinem Glauben und deiner Hoffnung, damit ich nicht strauchle und nicht stehen bleibe.
Ich weihe dir meine innere Trockenheit, meine Nächte des Geistes und die Augenblicke, in denen ich den Leib deines Sohnes in den Sakramenten, in den Geschwistern und besonders in den Armen nicht mehr erkennen kann.
O Maria, Mutter der Schmerzen, ich weihe dir meine Bedrängnisse und Zweifel, meine tiefsten Ängste und kleinen Tode. Ich weihe dir die Stunde meines Todes. Mein Leben und mein Tod sollen dir gehören, damit durch sie dein Sohn geehrt und Gott verherrlicht wird.
Ich weihe dir auch das Leben und den Tod meiner Eltern und Angehörigen.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche, 2. Tag – Weihe unserer Gedanken und Worte

3. Woche, 2. Tag – Weihe unserer Gedanken und Worte

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Du bist der Urheber aller himmlischen Gaben.
Ich flehe zu dir, belebe mich durch die Gnade,
heilige mich durch deine Liebe,
leite mich durch deine Weisheit,
nimm mich an als dein Kind durch deine Güte
und rette mich durch deine unendliche Barmherzigkeit,
damit ich niemals aufhöre, dich zu preisen,
dich zu loben und dich zu lieben,
zunächst während meines Lebens hier auf Erden
und dereinst im Himmel in der Ewigkeit.
(Hl. Alfons Maria von Liguori)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 119, 9-14

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel?
Wenn er sich hält an dein Wort.
Ich suche dich von ganzem Herzen.
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!
Ich berge deinen Spruch im Herzen,
damit ich gegen dich nicht sündige.
Gepriesen seist du, Herr.
Lehre mich deine Gesetze!
Mit meinen Lippen verkünde ich
alle Urteile deines Mundes.
Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als großer Besitz.

Betrachtung

Die Kirche, von Christus auf den Aposteln erbaut, ist sich dieser Großtaten Gottes am Pfingsttag voll bewusst geworden, als die im Abendmahlssaal Versammelten „mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab“ (Apg 2,4). Jetzt, an den Anfängen der Kirche, am Beginn ihres langen Weges im Glauben, der mit dem Pfingsttag in Jerusalem anfing, war Maria mit allen zusammen, die den Keim des „neuen Israels“ bildeten. Sie war mitten unter ihnen als außerordentliche Zeugin des Geheimnisses Christi.
Und die Kirche verharrte zusammen mit ihr im Gebet und „betrachtete sie“ zugleich „im Licht des ewigen Wortes, das Mensch geworden war“. So sollte es immer sein. Wenn die Kirche stets tiefer „in das erhabene Geheimnis der Menschwerdung eindringt“, denkt sie dabei in tiefer Verehrung und Frömmigkeit auch an die Mutter Christi. Maria gehört untrennbar zum Geheimnis Christi, und so gehört sie auch zum Geheimnis der Kirche von Anfang an, seit dem Tag von deren Geburt.
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

Maria, Mutter des Wortes, ich weihe dir das Denken und Fühlen meines Herzens, in dem die bösen Gedanken entstehen können, die den Menschen unrein machen, aber auch Worte, die trösten und aufbauen.
Maria, aus der Schatzkammer meines Herzens sollen nur gute Dinge her- vorgehen, so wie aus deinem Herzen der Schatz hervorging, der die ganze Welt reich gemacht hat. O Mutter des Wortes, bewahre mich vor leerem Gerede. Mein Wort sei Gebet, damit das ewige Wort in den Herzen geboren werden kann.
Maria, ich weihe dir mein Reden. Du bist der schweigende Mund der Apostel; wache über das Tor meiner Lippen und stelle eine Wache an meinen Mund. Lass vor allem das ewige Wort in mir geboren werden,damit mein Herz von guten Worten überfließe.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche 1. Tag – Weihe unserer Handlungen

3. Woche 1. Tag – Weihe unserer Handlungen

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Mein Gott, du ewiger Beistand, ich bete dich an, der du das Licht und das Leben meiner Seele bist. Du hättest dich damit zufrieden geben können, mir von außen gute Gedanken, geisterfüllende Gnade und Hilfe zukommen zu lassen. Ebenso hättest du mich durch innere Tugend im Leben leiten und reinigen können. Doch in deinem unendlichen Erbarmen bist du selbst von Anfang an in meine Seele eingetreten, du hast von ihr Besitz ergriffen und sie zu deinem Tempel gemacht. Auf unerklärliche Weise wohnst du in mir durch deine Gnade, ja, schon hier auf Erden ist es durch dein ewiges Wesen so, als ob ich, ohne mein eigenes Wesen zu verlieren, gewissermaßen in Gott aufgesogen sei. Und weil du sogar von meinem Leib Besitz ergriffen hast, von diesem armseligen und irdischen Tabernakel aus Fleisch, deshalb ist selbst mein Leib ebenso dein Tempel, o staunenswerte, furchterregende Wahrheit! Ich glaube es, ich weiß es, o mein Gott!
(Kardinal Newman)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 1

Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
Er ist wie ein Baum,
der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.
Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen,
noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.

Betrachtung

Maria ist nicht nur die „Mutter und Ernährerin“des Menschensohnes ge- worden, sondern auch die „ganz einzigartige hochherzige Gefährtin“ des Messias und Erlösers. Sie ging – wie schon gesagt – den Pilgerweg des Glaubens, und auf dieser ihrer Pilgerschaft bis unter das Kreuz hat sich zugleich ihre mütterliche Mitwirkung an der gesamten Sendung des Heilands mit ihren Taten und Leiden vollzogen. Auf dem Weg dieser Mitwirkung beim Werk ihres Sohnes, des Erlösers, erfuhr die Mutterschaft Mariens ihrerseits eine einzigartige Umwandlung, indem sie sich immer mehr mit einer „brennenden Liebe“ zu all denjenigen anfüllte, denen die Sendung Christi galt.
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater, 39)

WEIHEGEBET

O Maria, dein Sohn hat von dir die menschliche Natur angenommen,
damit der Mensch, in der Taufe von jedem Makel gereinigt,
sich selbst darbringt als Gabe und Opfer, das Gott wohlgefällt.
Maria, du hast in deinen Händen die erste Hostie der Welt gehalten, und du warst ganz eins mit ihr. Ich weihe dir mein Menschsein und die ganze Menschheit, damit sie ein heiliges Volk und eine königliche Priesterschaft werde.
Ich will in dieser Weihe durch meine Gedanken und Handlungen den Tempel meines Leibes heiligen. Die Heiligste Dreifaltigkeit soll in ihn kommen und in ihm wohnen, so wie sie in dir wohnt: niemals betrübt durch die Sünde, durch schlechte Gedanken, durch Trägheit oder Taten, die eines Gotteskindes unwürdig sind.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.