5. Woche, 5. Tag – Weihe an die Heiligste Dreifaltigkeit

5. Woche, 5. Tag – Weihe an die Heiligste Dreifaltigkeit

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

O mein Gott, 
Dreifaltigkeit, die ich anbete:
Hilf mir, mich ganz zu vergessen,
um in dir zu wohnen,
 still und ganz im Frieden,
so als weilte meine Seele
 bereits in der Ewigkeit.

Nichts soll meinen Frieden stören können,
nichts mich aus dir herausziehen können,
o mein Unwandelbarer,
vielmehr soll mich jede Minute 
weiter hineinführen
in die Tiefe deines Geheimnisses.
(Sel. Elisabeth von Dijon)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Magnifikat

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut,
siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Betrachtung

Verstehen wir gut, dass der Himmel die Vollendung des ganzen Seins ist, und ebenso gut, dass die allerseligste Jungfrau diejenige ist, die alle diese Worte in ihrem Herzen bewahrt; und mit ihrem Herzen vereint zu sein, heißt, auf ihre Liebe zu antworten. Darüber hinaus eint uns die Verbundenheit mit dem Herzen Mariens in dieser Zeit auch mit all ihren Wünschen für die gegenwärtigen Bedürfnisse der Kirche.
Es liegt nicht an uns, den Kleinen, diese genauer zu bestimmen. Seien wir mit dem Herzen unserer Mutter verbunden, mit ihr, die sich um alles sorgt, und sie nimmt uns mitten in die gegenwärtige Herrlichkeit Gottes und in die gegenwärtigen Bedürfnisse der heiligen Kirche hinein. Überlassen wir uns also dieser Verbundenheit, ohne etwas festlegen zu wollen, jedoch in ganzer Hingabe an ihr Handeln, das uns in manches Geheimnis mit hineinnehmen oder für manches Anliegen zum Beten veranlassen kann. Eigentlich birgt die Einheit mit Maria in der Nacht des Glaubens, in der wir von jeder persönlichen Vorstellung und jedem eigenen Wunsch absehen, alles in sich und erlaubt uns, unseren Auftrag der Liebe sowohl gegenüber Gott als auch gegenüber den Brüdern und Schwestern zu erfüllen. Wir wollen aus der Begegnung mit dem Elend Nutzen ziehen, um uns mit dem unermesslichen Gebet Marias dafür und für alles zu verbinden.
Wir wollen uns Maria überlassen und ihr so die mütterliche Freude bereiten, uns Gutes zu tun: Uns ihre Liebe zu schenken und uns auf diese Weise hineinzunehmen in ihre Liebe zu ihrem göttlichen Sohn sowie zu seinen anderen Geschwistern, unseren Brüdern und Schwestern. Mariens Herz ist der Feuerherd der Liebe. Wir brauchen uns nur im Glauben und im Vertrauen dort aufzuhalten, und wir werden entzündet werden.
(aus: Pater Gabriel Jacquier, La Vie Mariale)

WEIHEGEBET

Maria, ich weihe mein Leben dir, damit es immer mehr den Plänen der Heiligsten Dreifaltigkeit entsprechen kann. So wie du selber, ohne zu verstehen, dein „Ja“ gesprochen hast, so möchte ich, dich nachahmend, mein „Ja“ zu den Plänen Gottes sprechen. Ich weihe mich dir, damit weder Angst noch fehlgeleiteter Eigenwille oder andere Hindernisse mich davon abhalten, dem Herrn zu folgen, mit den Plänen Gottes mitzuwirken. Du hast dein einmal gegebenes „Ja“ nicht mehr zurückgenommen. Ich weihe mich dir, damit auch mein „Ja“ ein „Ja“ bleibe mein ganzes Leben lang und ich, die Hand an den Pflug gelegt, nicht mehr zurückblicke.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.