5. Woche, 4. Tag – Weihe unseres Lebens für Frieden in der Welt

5. Woche, 4. Tag – Weihe unseres Lebens für Frieden in der Welt

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Geist Gottes, du liebster Gast meiner Seele,
dir will ich das Wort meiner Treue geben.
In Stunden der Leiden, wie auch der Freude,
will ich in deiner Anwesenheit leben.

Geist Gottes, du durchdringst mein ganzes Sein,
lässt mich dein Göttliches Leben erkennen.
Führst mich in dein Göttliches Wesen hinein,
von deiner Gegenwart kann mich nichts trennen.
(Hl. Schwester Faustyna )

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 72

Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen.

Von Unterdrückung und Gewalttat befreit er sie,
ihr Blut ist in seinen Augen kostbar.
Er lebe, und Gold von Saba soll man ihm geben!
Man soll für ihn allezeit beten, stets für ihn Segen erflehen.

Im Land gebe es Korn in Fülle.
Es rausche auf dem Gipfel der Berge.
Seine Frucht wird sein wie die Bäume des Libanon.
Menschen blühn in der Stadt wie das Gras der Erde.

Sein Name soll ewig bestehen;
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Glücklich preisen sollen ihn alle Völker
 und in ihm sich segnen.
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Er allein tut Wunder.
 Gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit!
Seine Herrlichkeit erfülle die ganze Erde. Amen, ja amen.

Betrachtung

„Der Name der Jungfrau“, sagt der Evangelist, „war Maria“. Wir wollen ein wenig über diesen Namen sprechen. Er heißt übersetzt: Stern des Meeres
und eignet sich sehr wohl für die Jungfrau-Mutter.
Sehr zutreffend nämlich ist sie einem Stern vergleichbar. Wie der Stern ohne Einbuße seiner selbst seinen Strahl aussendet, so hat sie als Jungfrau den Sohn geboren, ohne dass ihre Jungfräulichkeit gemindert wurde. Der Strahl mindert nicht des Sternes Helligkeit, so auch nicht der Sohn die Unversehrtheit der Jungfrau. Sie ist jener hehre Stern, aufgegangen aus Jakob, dessen Strahl die ganze Welt erleuchtet. Er erwärmt mehr den Geist als den Körper, lässt die Tugenden reifen und verbrennt die Laster. Sie ist jener herrliche, auserlesene Stern, unendlich erhoben über das weite Meer, strahlend durch Verdienste, leuchtend als Vorbild.

Wenn du erfährst, dass dieses Erdenleben mehr ein Dahintreiben in Wellen, Wind und Wetter ist als ein Dahinschreiten auf festem Land: wende deine Augen nicht ab vom Licht dieses Sternes, damit du nicht untergehst in den Stürmen. Wenn die Sturmwinde der Versuchungen daherbrausen, wenn du zwischen die Klippen der Drangsale verschlagen wirst, blick auf zum Stern, ruf zu Maria! Wenn dich emporschleudern Wogen des Stolzes, des Ehrgeizes, der Verleumdung, der Eifersucht – blick auf zum Stern, ruf zu Maria! Wenn Zorn, Habsucht oder die Begierde des Fleisches deine Seele erschüttern – blick auf zu Maria! Wenn dich die Last der Sünden drückt und die Schmach des Gewissens beschämt, wenn dich die Strenge des Gerichtes schreckt, wenn du drohst von abgrundtiefer Traurigkeit und Verzweiflung verschlungen zu werden – denk an Maria!
In Gefahren, in Ängsten, in Zweifeln – denk an Maria, ruf zu Maria! Ihr Name weiche nicht aus deinem Munde, weiche nicht aus deinem Herzen! Damit du aber ihre Hilfe und Fürbitte erlangst, vergiss nicht das Vorbild ihres Wandels! Folge ihr, und du wirst nicht vom Wege weichen. Bitte sie, und niemals bist du hoffnungslos. Denk an sie, dann irrst du nicht.
(Hl. Bernhard von Clairvaux )

WEIHEGEBET

Maria, Blume von Galiläa, Tochter Davids, du bist der Tempel, den dein Vater David nicht bauen konnte, obwohl der Prophet Natan ihm gesagt hatte: „Der Herr ist mit dir.“ Du bist der Vorhang des Tempels, die Bundeslade und die Pforte, die ins Innere des Heiligtums führt. Du bist die heilige Stadt Jerusalem, die Stadt des Friedens, deren Einwohner alle eins sind. Braut des Messias, des Friedensfürsten, du bist die Königin des Friedens. Du schenkst uns den Herrn, der Frieden bringt, nicht wie die Welt ihn gibt, sondern wie allein Gott ihn geben kann.
Maria, ich weihe mich dir, um ein Friedensstifter zu werden und immer in der Gegenwart Gottes zu leben. Seine Gegenwart rettet uns, sie richtet seinen Bund mit den Menschen wieder auf und erneuert die Einheit der Menschen untereinander und ihre Harmonie mit der Schöpfung.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.