5. Woche, 3. Tag – Weihe unseres Lebens für die Einheit der Kirche

5. Woche, 3. Tag – Weihe unseres Lebens für die Einheit der Kirche

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Während du dein Leben für uns hingibst,
vertraust du deinen Geist dem Vater an,
du vereinst die erlöste Menschheit:
von deinem Leib fließen Ströme lebendigen Wassers!
Wir alle, die Durst haben, kommen zu dir.

Der Geist ruhte auf dir, als vom Himmel eine Stimme kam:
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“
Kinder Gottes, ja auch wir sind es,
da dein Geist in unseren Herzen ruft: „Abba, Vater!“
Der Geist und die Braut sagen: „Komm!“
Wer dies hört, der sage: „Komm!“
(Gebet der orientalischen Kirchen)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Aus dem hohepriesterlichen Gebet, Joh 17

Vater, die Stunde ist da.
 Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben,
 damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das ist das ewige Leben:
 dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen
 und Jesus Christus, den du gesandt hast.
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, 
so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 
Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.
Aber ich bitte nicht nur für diese hier, 
sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein:
 Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin,
 sollen auch sie in uns sein,
 damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Betrachtung

Die Christen wissen, dass sie ihre Einheit nur dann wahrhaft wieder finden, wenn sie diese auf die Einheit ihres Glaubens gründen. Sie haben dabei keine geringen Unterschiede in der Lehre vom Geheimnis und vom Dienstamt der Kirche sowie manchmal auch von der Aufgabe Marias im Heilswerk zu überwinden. Indem die Christen ein tieferes Verständnis des einen wie des anderen suchen und das eine durch das andere erhellen, werden sie, die darauf bedacht sind zu tun – wie ihre Mutter ihnen rät -, was Jesus ihnen sagt (vgl. Joh 2,5), auf dieser „Pilgerschaft des Glaubens“ gemeinsame Fortschritte machen können, für die Maria selbst das bleibende Beispiel ist: Sie soll sie zur Einheit führen, wie sie von dem einen, allen gemeinsamen Herrn gewollt ist und von denjenigen heiß ersehnt wird, die aufmerksam auf das hören, „was der Geist heute den Kirchen sagt
Indessen ist es ein gutes Vorzeichen, dass diese Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in grundlegenden Punkten des christlichen Glaubens, auch was die Jungfrau Maria betrifft, mit der katholischen Kirche übereinstimmen. Sie erkennen sie ja als Mutter des Herrn an und sind davon überzeugt, dass dies zu unserem Glauben an Christus, den wahren Gott und wahren Menschen, gehört. Sie schauen auf sie, die zu Füßen des Kreuzes den Lieblingsjünger als ihren Sohn empfängt, der wiederum sie als Mutter erhält. Warum also nicht alle zusammen auf sie als unsere gemeinsame Mutter schauen, die für die Einheit der Gottesfamilie betet und die allen „vorangeht“ an der Spitze des langen Zuges von Zeugen für den Glauben an den einen Herrn, der Sohn Gottes ist und durch den Heiligen Geist in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen wurde?
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

Adam und Eva herrschten im Paradies über die Schöpfung in vollkommener Einheit und Harmonie. Maria, du bist die neue Eva und dein geliebter Sohn der neue Adam. Durch die Einheit eurer Herzen in der Freude, im Leiden und in der Herrlichkeit begründet ihr die Harmonie der neuen Schöpfung, der Kirche. Sie ist im Geheimnis ihres Ursprungs unbefleckt, da sie aus der geöffneten Seite Jesu und aus dem Mitleiden deines Herzens geboren wurde.
O Maria, mit Therese vom Kinde Jesus möchte ich ausrufen: „Im Herzen meiner Mutter, der Kirche, will ich Liebe sein.“ Maria, Mutter der Kirche und der Einheit all ihrer Glieder, ich weihe mich dir, damit die Kirche beim Kommen ihres Bräutigams ohne Makel und Fehler vor ihm erscheinen kann.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.