5. Woche, 2. Tag – Weihe an den Liebesplan Gottes

5. Woche, 2. Tag – Weihe an den Liebesplan Gottes

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

O Heiliger Geist, Gott der Liebe,
du Bindeglied der Liebe in der Heiligsten Dreifaltigkeit,
du ruhst dich aus und erfreust dich bei den Menschenkindern
in der heiligen Keuschheit,
 die durch das Wirken deiner Kraft und deiner Anziehung hier unten erblüht wie die Rose unter den Dornen.

Heiliger Geist! Liebe! Liebe!
 Sage mir, welcher Weg führt zu einem so köstlichen Aufenthalt, wo ist der Pfad des Lebens,
der zu diesen, vom göttlichen Tau befruchteten Wiesen führt,
wo sich die durstig gewordenen Seelen erquicken.
O Liebe, 
du allein kennst den Weg zum Leben und zur Wahrheit.
In dir vollendet sich der Bund voller Wonne,
der die göttlichen Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit vereint.

Durch dich, o Heiliger Geist,
sind über uns die kostbarsten Gaben ausgegossen.
Durch dich wächst die fruchtbare Saat,
die die Früchte des Lebens hervorbringt.
Von dir strömt der so milde Honig der Wonnen,
die allein in Gott zu finden sind.
Durch dich fließen auf uns
 die fruchtbaren Wasser
des göttlichen Segens,
 die so wertvollen,
aber hier bei uns
so seltenen Gaben des Geistes!
(Hl. Gertrud von Helfta)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Betrachtung

Bei der Ankündigung des Marianischen Jahres habe ich ebenso darauf hingewiesen, dass sein Abschluss im kommenden Jahr am Fest der Aufnahme der seligsten Jungfrau Maria in den Himmel begangen werden wird, um „das große Zeichen am Himmel“ hervorzuheben, von dem die Offenbarung des Johannes spricht.
In dieser Weise wollen wir auch die Aufforderung des Konzils erfüllen, das auf Maria als das „Zeichen sicherer Hoffnung und des Trostes für das pilgernde Gottesvolk“ schaut. Dieser Aufruf des Konzils ist in den folgenden Worten enthalten: „Alle Christgläubigen mögen inständig zur Mutter Gottes und Mutter der Menschen flehen, dass sie, die den Anfängen der Kirche mit ihren Gebeten zur Seite stand, auch jetzt, im Himmel über alle Seligen und Engel erhöht, in Gemeinschaft mit allen Heiligen bei ihrem Sohn Fürbitte einlege, bis alle Völkerfamilien, mögen sie den christlichen Ehrennamen tragen oder ihren Erlöser noch nicht kennen, in Friede und Eintracht glückselig zum einen Gottesvolk versammelt werden, zur Ehre der heiligsten und ungeteilten Dreifaltigkeit.“
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

O Maria, indem ich mich dir weihe, übergebe ich mich der Liebe, ihrer Sanftheit im Hauch des Heiligen Geistes, aber auch ihrem reinigenden Feuer. Ich übergebe mich dem Geheimnis der Erlösung: der ungeteilten Liebe des Vaters zur Welt, der gekreuzigten Liebe des Sohnes und der brennenden Liebe des Geistes. Ich weihe mich den Freuden und den Schmerzen deines Herzens und gebe mich an alles hin, was deine Liebe von mir erwartet.
Maria, ich schenke dir mein Herz, damit du es mit deinem Herzen und mit dem deines Sohnes vereinst und mit allen Herzen, die mit dir verbunden sind. Mache mein Herz bereit, meine Königin, dir niemals etwas zu verweigern.
Ich will der Liebe nichts verweigern, die alles glaubt, alles hofft und allem standhält.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.