4. Woche, 6. Tag – Weihe alles dessen, was in uns noch nicht geweiht ist

4. Woche, 6. Tag – Weihe alles dessen, was in uns noch nicht geweiht ist

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Du König der Könige, Einziger des Einzigen,
o göttliches Wort, der du ewig geboren wirst
vom nicht gezeugten Vater,
in deiner Liebe ließest du deinen allmächtigen Geist
über deinen Aposteln erglänzen.
Der du unsere vom Tode verletzte Natur erneuertest,
o du Wort Gottes, du tauchst uns ein in den Strom,
der sich aus deiner makellosen durchbohrten Seite ergoss,
und hast uns besiegelt mit der Inbrunst des Geistes.
(Gebet der Orientalischen Kirchen)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Jesaja 62,1-5

Um Zions willen kann ich nicht schweigen,
um Jerusalems willen nicht still sein,
bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht
und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel.

Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit
und alle Könige deine strahlende Pracht.
Man ruft dich mit einem neuen Namen,
den der Mund des Herrn für dich bestimmt.
Du wirst zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn,
zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes.

Nicht länger nennt man dich «Die Verlassene»
und dein Land nicht mehr «Das Ödland»,
sondern man nennt dich «Meine Wonne»
und dein Land «Die Vermählte».
Denn der Herr hat an dir seine Freude,
und dein Land wird mit ihm vermählt.
Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt,
so vermählt sich mit dir dein Erbauer.
Wie der Bräutigam sich freut über die Braut,
so freut sich dein Gott über dich.

Betrachtung

Maria sagt uns: „Nimm mich doch auf, du hast mich noch nicht genügend aufgenommen. Nimm mich auf, wie du es mir so oft versprochen hast; halte Wort. Du hast mir so oft versprochen, nicht nur mir ganz zu gehören, sondern mich auf eine Weise aufzunehmen, nach der ich dir ganz gehöre. Du hast mir oftmals Worte wiederholt, die nur diese eine Bedeutung haben. Nun gut! Jetzt nimm mich, wie du gesagt hast. Und vor allem: Beschäme mich nicht in meiner Erwartung; so lange warte ich schon, so lange schon sehne ich diese Stunde herbei, diesen Augenblick, von dem an du mich ganz in dein Innerstes aufnehmen und mir nichts mehr vorenthalten wirst!“ Dieser Erwartung Marias hat Johannes am Fuß des Kreuzes voll und ganz entsprochen.
(P. Peter Thomas Dehau OP)

WEIHEGEBET

Maria, ich übergebe dir alles, was ich noch nicht geweiht habe,
was ich dir bisher noch nicht geben konnte.
Ich bitte dich inständig, es anzunehmen, meine Mutter,
du Schönste von allen, du unsere Freundin.
Ich bitte dich, alles in mir zu berühren, zu reinigen und zu erfüllen,
was dich vielleicht noch fürchtet, ohne dass es mir bewusst ist.
Ich will dich bei mir aufnehmen, in das Innerste meines Herzens.
Komm in das Brautgemach meiner Seele, in diesen tiefsten Ort,
den ich ohne dich nicht aufsuchen kann. Braut Gottes, nimm mich mir
und gib mich dir ganz zu eigen. Bereite mich so vor
auf die innige Vereinigung mit Gott,
für die der Allerhöchste mich erschaffen hat.
Nimm mich in den Schutz deiner mütterlichen Arme,
die du vom Schatten des Geistes bedeckt wurdest.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.