4. Woche, 5. Tag – Weihe an die Mittlerschaft Mariens

4. Woche, 5. Tag – Weihe an die Mittlerschaft Mariens

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Gewähre mir die Gabe der Weisheit,
damit ich trunken werde von deiner Liebe;
die Gabe der Einsicht,
damit mich das Licht von oben erleuchtet;
die Gabe des Rates,
damit ich nie und nimmer abweiche von deinen Geboten;
die Gabe der Stärke,
damit ich mutig kämpfe;
die Gabe der Wissenschaft,
damit ich deine heiligen Wahrheiten kennen lerne;
die Gabe der Frömmigkeit,
damit mein Herz sich dem Wirken deiner Gnade öffnet; die Gabe der Gottesfurcht,
damit meine Seele deine Urteile fürchtet.
O Wohnstätte der ewigen Herrlichkeit!
Lass mich dich so lieben, wie du mich liebst,
und in der Gemeinschaft der Erwählten
dein Angesicht auf ewig schauen. Amen.
(Ludwig von Granada)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Judith 13,18-20

Meine Tochter, du bist von Gott, dem Allerhöchsten,
mehr gesegnet als alle anderen Frauen auf der Erde.
Gepriesen sei der Herr, unser Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat. Durch seine Hilfe ist es dir gelungen,
dem Anführer unserer Feinde den Kopf abzuschlagen.
Die Erinnerung an dein Vertrauen
soll in Ewigkeit nicht aus den Herzen der Menschen entschwinden,
die sich an die Macht Gottes erinnern.
Gott möge dir ewigen Ruhm schenken
und dich reich mit seinem Segen belohnen.
Denn in der Not unseres Volkes hast du dein Leben nicht geschont;
nein, du hast entschlossen unseren Untergang von uns abgewehrt,
du bist vor unserem Gott auf geradem Weg gegangen.

Betrachtung

Die mütterliche Sendung Marias drängt das Volk Gottes, voll Vertrauen zu ihr Zuflucht zu nehmen. Sie ist immer bereit, voll Liebe die Bitten zu erhören und Hilfe zu gewähren; darum pflegen die Christen Maria als Trösterin der Betrübten, als Heil der Kranken und als Zuflucht der Sünder anzurufen, um im Kummer Trost, in Krankheit Erleichterung zu finden und Kraft, sich von der Knechtschaft der Sünde zu befreien; sie, die Sündenlose, führt ihre Söhne dahin, dass sie die Sünde mit starkem Willen meiden. Erlösung aus dem Bösen und Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde (vgl. Mt 6,13) ist die Bedingung für eine wahre Erneuerung des christlichen Lebens – das muss immer wieder betont werden.
(Paul VI., Marialis cultus)

WEIHEGEBET

Maria, Gott hat dir seine ganze Barmherzigkeit anvertraut, und der einzige Mittler wollte dich zur Mittlerin der Gnaden machen, damit sein mystischer Leib von der Liebe des Bräutigams zu seiner Braut lebe. Maria, ich weihe mich dir, damit mein Herz und meine Gedanken ganz offen für deine Mittlerschaft sind. Durch dich will ich Gott vollkommen in mir aufnehmen, so wie auch du ganz ihm gehörst. Ich gebe mich dir zu eigen, damit ich selbst zu einem Mittler in deinem Dienst werde. Alles in mir soll von dir sprechen und dich ehren. Ich will deine Schönheit und die Schönheit Gottes verkünden, der dich so wunderbar erschaffen hat.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.