4. Woche, 3. Tag – Weihe der Charismen und Gaben des Geistes

4. Woche, 3. Tag – Weihe der Charismen und Gaben des Geistes

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Heiliger Geist, gedenke,
mit deiner treuen Braut Maria 
Gotteskinder hervorzubringen
und zu formen.
 Mit ihr und in ihr hast du
den Ersten der Vorherbestimmten geformt,
und mit ihr und in ihr formst du alle seine Glieder.
Du zeugst keine göttliche Person innerhalb der Gottheit,
doch formst du allein alle Personen außerhalb der Gottheit: alle Heiligen,
die es je gab 
und bis zum Ende der Welt geben wird,
sind das Werk deiner mit Maria vereinten Liebe.
(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 84

Denn ein einziger Tag
in den Vorhöfen deines Heiligtums
ist besser als tausend andere.
Lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes
als wohnen in den Zelten der Frevler.
Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild.
Er schenkt Gnade und Herrlichkeit;
der Herr versagt denen,
die rechtschaffen sind, keine Gabe.
Herr der Heere, wohl dem, der dir vertraut!

Betrachtung

Die Charismen, ob außergewöhnlich oder schlicht und bescheiden,
sind Gnadengaben des Heiligen Geistes, die direkt oder indirekt
der Kirche dienen: sie sind zum Aufbau der Kirche,
zum Wohl der Menschen und für die Nöte der Welt geschenkt.
Die Charismen sind von dem, der sie erhält, aber auch von allen Gliedern der Kirche dankbar entgegen zu nehmen. Sie sind ja ein wunderbarer Gnadenreichtum für die apostolische Lebenskraft und für die Heiligkeit des ganzen Leibes Christi. Es muss sich dabei um Gaben handeln, die wirklich vom Heiligen Geist kommen, und sie sind so auszuüben, dass sie den echten Anregungen dieses Geistes voll entsprechen. Kurz, sie müssen in Liebe ausgeübt werden, die das eigentliche Maß der Charismen ist [vgl. 1 Kor 13].
In diesem Sinn ist es stets notwendig, die Charismen zu prüfen.
Kein Charisma enthebt der Pflicht, die Hirten der Kirche zu ehren
und ihnen zu gehorchen, da es ihnen in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und, was gut ist, zu behalten. Alle Charismen, die in ihrer Verschiedenheit einander ergänzen, sollen so zusammenwirken, dass sie anderen nützen.
(Katechismus der katholischen Kirche, 799-801)

WEIHEGEBET

Maria, du vollkommene Schönheit, schöner als jedes andere Menschenkind, du wurdest im Schoß der heiligen Anna von der vollkommenen Liebe Gottes geformt. Du meine Taube, meine Vollkommene, du bist ohne jeden Makel, ohne Egoismus und Selbstbezogenheit; du bist innerlich schön, weil du dich der göttlichen Weisheit gleichgestalten ließest, die sich aus deinem Herzen, deiner Seele und deinem Mutterschoß einen Thron gebildet hat.
O Schönheit, ich habe dich gefunden und will dich nicht mehr loslassen. Ich will mich fest an dich binden, um in dir zur vollkommenen Gestalt Christi neu geboren zu werden. Durch die Umarmung des Geistes soll mein Inneres endgültig zu einem Abbild Gottes umgestaltet werden. Die Charismen und Gaben des Vaters der Armen sollen mich zum Dienst an meinen Brüdern und Schwestern in der Kirche befähigen.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.