4. Woche, 1. Tag – Weihe unseres Ja-Wortes an den Heiligen Geist

4. Woche, 1. Tag – Weihe unseres Ja-Wortes an den Heiligen Geist

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

O verzehrendes Feuer,
 Geist der Liebe,
komm über mich,
 damit in meiner Seele
gleichsam
 eine neue Menschwerdung des Wortes geschehe.
Möge ich Ihm eine zusätzliche Menschheit sein,
in der Er sein ganzes Mysterium erneuern kann.
Und du, o Vater, neige dich
zu deinem armen, geringen Geschöpf herab,
bedecke es mit deinem Schatten,
sieh in ihm nur noch den Vielgeliebten,
an dem du dein Wohlgefallen hast.
(Sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit 27)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 40, 2-5

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens,
aus Schlamm und Morast.
Er stellte meine Füße auf den Fels,
machte fest meine Schritte.
Er legte mir ein neues Lied in den Mund,
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.
Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen
und auf den Herrn vertrauen.

Betrachtung

Durch sein unsichtbares Eingreifen gewährt der Heilige Geist Maria die Gabe des menschgewordenen Wortes. Das geschieht nicht äußerlich wahrnehmbar, sondern im Feuer der Liebe; durch die Liebe lässt der Heilige Geist in Maria die jungfräuliche Empfängnis Jesu geschehen. Der Heilige Geist schenkt sich ihr in einer neuen Liebe.
Der Heilige Geist kommt, um in Maria neue Fähigkeiten zu wecken,
die unter ihrer still abwartenden Liebe verborgen sind.
Er gibt Marias Liebe etwas Tatkräftiges. Jesus ist die gebenedeite Frucht ihres Leibes. Ihre Liebe kann nun etwas hervorbringen, sie ist fruchtbar und nicht mehr nur still abwartend. Jesus wird in ihr empfangen, und er erscheint wie das Brennen einer anderen Liebe, die ebenso innerlich ist, aber noch brennender als die ihre. Das soll Maria die Gegenwart einer neuen Person offenbaren, einer göttlichen Person, die noch viel kleiner ist als sie selbst.
(aus: Pater Thomas Philippe, La Vie Cachée de Marie)

WEIHEGEBET

Maria, vom Vater vor aller Zeit geliebt, mit dir will ich die Ausgießung des Heiligen Geistes erwarten, um in Fülle zu leben und wie Mose mit einem Kuss Gottes zu sterben. Ich weihe mich dir, die du mich die Hingabe an die gekreuzigte Liebe und an das strahlende Licht lehrst.
Führe mich ein in die große Stille der Wolke,
die verbirgt, um besser zu offenbaren.
Maria, du hast Jesus vom Heiligen Geist empfangen, als du dein Ja zur Verkündigung des Engels sprachst. Du Taube, die sich in der Felsspalte birgt, ich weihe mich deinem Schweigen und deiner Bereitschaft,
dem Willen Gottes immer zu folgen. Maria am Fuß des Kreuzes,
ich weihe mich deiner mitleidenden Liebe, damit ich die Teilnahme am Leiden deines Sohnes bejahen kann und durch dich,
o Braut des Geistes, ganz Jesus gehöre.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.