5. Woche, 5. Tag – Weihe an die Heiligste Dreifaltigkeit

5. Woche, 5. Tag – Weihe an die Heiligste Dreifaltigkeit

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

O mein Gott, 
Dreifaltigkeit, die ich anbete:
Hilf mir, mich ganz zu vergessen,
um in dir zu wohnen,
 still und ganz im Frieden,
so als weilte meine Seele
 bereits in der Ewigkeit.

Nichts soll meinen Frieden stören können,
nichts mich aus dir herausziehen können,
o mein Unwandelbarer,
vielmehr soll mich jede Minute 
weiter hineinführen
in die Tiefe deines Geheimnisses.
(Sel. Elisabeth von Dijon)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Magnifikat

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut,
siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Betrachtung

Verstehen wir gut, dass der Himmel die Vollendung des ganzen Seins ist, und ebenso gut, dass die allerseligste Jungfrau diejenige ist, die alle diese Worte in ihrem Herzen bewahrt; und mit ihrem Herzen vereint zu sein, heißt, auf ihre Liebe zu antworten. Darüber hinaus eint uns die Verbundenheit mit dem Herzen Mariens in dieser Zeit auch mit all ihren Wünschen für die gegenwärtigen Bedürfnisse der Kirche.
Es liegt nicht an uns, den Kleinen, diese genauer zu bestimmen. Seien wir mit dem Herzen unserer Mutter verbunden, mit ihr, die sich um alles sorgt, und sie nimmt uns mitten in die gegenwärtige Herrlichkeit Gottes und in die gegenwärtigen Bedürfnisse der heiligen Kirche hinein. Überlassen wir uns also dieser Verbundenheit, ohne etwas festlegen zu wollen, jedoch in ganzer Hingabe an ihr Handeln, das uns in manches Geheimnis mit hineinnehmen oder für manches Anliegen zum Beten veranlassen kann. Eigentlich birgt die Einheit mit Maria in der Nacht des Glaubens, in der wir von jeder persönlichen Vorstellung und jedem eigenen Wunsch absehen, alles in sich und erlaubt uns, unseren Auftrag der Liebe sowohl gegenüber Gott als auch gegenüber den Brüdern und Schwestern zu erfüllen. Wir wollen aus der Begegnung mit dem Elend Nutzen ziehen, um uns mit dem unermesslichen Gebet Marias dafür und für alles zu verbinden.
Wir wollen uns Maria überlassen und ihr so die mütterliche Freude bereiten, uns Gutes zu tun: Uns ihre Liebe zu schenken und uns auf diese Weise hineinzunehmen in ihre Liebe zu ihrem göttlichen Sohn sowie zu seinen anderen Geschwistern, unseren Brüdern und Schwestern. Mariens Herz ist der Feuerherd der Liebe. Wir brauchen uns nur im Glauben und im Vertrauen dort aufzuhalten, und wir werden entzündet werden.
(aus: Pater Gabriel Jacquier, La Vie Mariale)

WEIHEGEBET

Maria, ich weihe mein Leben dir, damit es immer mehr den Plänen der Heiligsten Dreifaltigkeit entsprechen kann. So wie du selber, ohne zu verstehen, dein „Ja“ gesprochen hast, so möchte ich, dich nachahmend, mein „Ja“ zu den Plänen Gottes sprechen. Ich weihe mich dir, damit weder Angst noch fehlgeleiteter Eigenwille oder andere Hindernisse mich davon abhalten, dem Herrn zu folgen, mit den Plänen Gottes mitzuwirken. Du hast dein einmal gegebenes „Ja“ nicht mehr zurückgenommen. Ich weihe mich dir, damit auch mein „Ja“ ein „Ja“ bleibe mein ganzes Leben lang und ich, die Hand an den Pflug gelegt, nicht mehr zurückblicke.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

5. Woche, 4. Tag – Weihe unseres Lebens für Frieden in der Welt

5. Woche, 4. Tag – Weihe unseres Lebens für Frieden in der Welt

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Geist Gottes, du liebster Gast meiner Seele,
dir will ich das Wort meiner Treue geben.
In Stunden der Leiden, wie auch der Freude,
will ich in deiner Anwesenheit leben.

Geist Gottes, du durchdringst mein ganzes Sein,
lässt mich dein Göttliches Leben erkennen.
Führst mich in dein Göttliches Wesen hinein,
von deiner Gegenwart kann mich nichts trennen.
(Hl. Schwester Faustyna )

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 72

Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen.

Von Unterdrückung und Gewalttat befreit er sie,
ihr Blut ist in seinen Augen kostbar.
Er lebe, und Gold von Saba soll man ihm geben!
Man soll für ihn allezeit beten, stets für ihn Segen erflehen.

Im Land gebe es Korn in Fülle.
Es rausche auf dem Gipfel der Berge.
Seine Frucht wird sein wie die Bäume des Libanon.
Menschen blühn in der Stadt wie das Gras der Erde.

Sein Name soll ewig bestehen;
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Glücklich preisen sollen ihn alle Völker
 und in ihm sich segnen.
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Er allein tut Wunder.
 Gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit!
Seine Herrlichkeit erfülle die ganze Erde. Amen, ja amen.

Betrachtung

„Der Name der Jungfrau“, sagt der Evangelist, „war Maria“. Wir wollen ein wenig über diesen Namen sprechen. Er heißt übersetzt: Stern des Meeres
und eignet sich sehr wohl für die Jungfrau-Mutter.
Sehr zutreffend nämlich ist sie einem Stern vergleichbar. Wie der Stern ohne Einbuße seiner selbst seinen Strahl aussendet, so hat sie als Jungfrau den Sohn geboren, ohne dass ihre Jungfräulichkeit gemindert wurde. Der Strahl mindert nicht des Sternes Helligkeit, so auch nicht der Sohn die Unversehrtheit der Jungfrau. Sie ist jener hehre Stern, aufgegangen aus Jakob, dessen Strahl die ganze Welt erleuchtet. Er erwärmt mehr den Geist als den Körper, lässt die Tugenden reifen und verbrennt die Laster. Sie ist jener herrliche, auserlesene Stern, unendlich erhoben über das weite Meer, strahlend durch Verdienste, leuchtend als Vorbild.

Wenn du erfährst, dass dieses Erdenleben mehr ein Dahintreiben in Wellen, Wind und Wetter ist als ein Dahinschreiten auf festem Land: wende deine Augen nicht ab vom Licht dieses Sternes, damit du nicht untergehst in den Stürmen. Wenn die Sturmwinde der Versuchungen daherbrausen, wenn du zwischen die Klippen der Drangsale verschlagen wirst, blick auf zum Stern, ruf zu Maria! Wenn dich emporschleudern Wogen des Stolzes, des Ehrgeizes, der Verleumdung, der Eifersucht – blick auf zum Stern, ruf zu Maria! Wenn Zorn, Habsucht oder die Begierde des Fleisches deine Seele erschüttern – blick auf zu Maria! Wenn dich die Last der Sünden drückt und die Schmach des Gewissens beschämt, wenn dich die Strenge des Gerichtes schreckt, wenn du drohst von abgrundtiefer Traurigkeit und Verzweiflung verschlungen zu werden – denk an Maria!
In Gefahren, in Ängsten, in Zweifeln – denk an Maria, ruf zu Maria! Ihr Name weiche nicht aus deinem Munde, weiche nicht aus deinem Herzen! Damit du aber ihre Hilfe und Fürbitte erlangst, vergiss nicht das Vorbild ihres Wandels! Folge ihr, und du wirst nicht vom Wege weichen. Bitte sie, und niemals bist du hoffnungslos. Denk an sie, dann irrst du nicht.
(Hl. Bernhard von Clairvaux )

WEIHEGEBET

Maria, Blume von Galiläa, Tochter Davids, du bist der Tempel, den dein Vater David nicht bauen konnte, obwohl der Prophet Natan ihm gesagt hatte: „Der Herr ist mit dir.“ Du bist der Vorhang des Tempels, die Bundeslade und die Pforte, die ins Innere des Heiligtums führt. Du bist die heilige Stadt Jerusalem, die Stadt des Friedens, deren Einwohner alle eins sind. Braut des Messias, des Friedensfürsten, du bist die Königin des Friedens. Du schenkst uns den Herrn, der Frieden bringt, nicht wie die Welt ihn gibt, sondern wie allein Gott ihn geben kann.
Maria, ich weihe mich dir, um ein Friedensstifter zu werden und immer in der Gegenwart Gottes zu leben. Seine Gegenwart rettet uns, sie richtet seinen Bund mit den Menschen wieder auf und erneuert die Einheit der Menschen untereinander und ihre Harmonie mit der Schöpfung.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

5. Woche, 3. Tag – Weihe unseres Lebens für die Einheit der Kirche

5. Woche, 3. Tag – Weihe unseres Lebens für die Einheit der Kirche

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Während du dein Leben für uns hingibst,
vertraust du deinen Geist dem Vater an,
du vereinst die erlöste Menschheit:
von deinem Leib fließen Ströme lebendigen Wassers!
Wir alle, die Durst haben, kommen zu dir.

Der Geist ruhte auf dir, als vom Himmel eine Stimme kam:
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“
Kinder Gottes, ja auch wir sind es,
da dein Geist in unseren Herzen ruft: „Abba, Vater!“
Der Geist und die Braut sagen: „Komm!“
Wer dies hört, der sage: „Komm!“
(Gebet der orientalischen Kirchen)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Aus dem hohepriesterlichen Gebet, Joh 17

Vater, die Stunde ist da.
 Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben,
 damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das ist das ewige Leben:
 dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen
 und Jesus Christus, den du gesandt hast.
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, 
so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 
Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.
Aber ich bitte nicht nur für diese hier, 
sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein:
 Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin,
 sollen auch sie in uns sein,
 damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Betrachtung

Die Christen wissen, dass sie ihre Einheit nur dann wahrhaft wieder finden, wenn sie diese auf die Einheit ihres Glaubens gründen. Sie haben dabei keine geringen Unterschiede in der Lehre vom Geheimnis und vom Dienstamt der Kirche sowie manchmal auch von der Aufgabe Marias im Heilswerk zu überwinden. Indem die Christen ein tieferes Verständnis des einen wie des anderen suchen und das eine durch das andere erhellen, werden sie, die darauf bedacht sind zu tun – wie ihre Mutter ihnen rät -, was Jesus ihnen sagt (vgl. Joh 2,5), auf dieser „Pilgerschaft des Glaubens“ gemeinsame Fortschritte machen können, für die Maria selbst das bleibende Beispiel ist: Sie soll sie zur Einheit führen, wie sie von dem einen, allen gemeinsamen Herrn gewollt ist und von denjenigen heiß ersehnt wird, die aufmerksam auf das hören, „was der Geist heute den Kirchen sagt
Indessen ist es ein gutes Vorzeichen, dass diese Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in grundlegenden Punkten des christlichen Glaubens, auch was die Jungfrau Maria betrifft, mit der katholischen Kirche übereinstimmen. Sie erkennen sie ja als Mutter des Herrn an und sind davon überzeugt, dass dies zu unserem Glauben an Christus, den wahren Gott und wahren Menschen, gehört. Sie schauen auf sie, die zu Füßen des Kreuzes den Lieblingsjünger als ihren Sohn empfängt, der wiederum sie als Mutter erhält. Warum also nicht alle zusammen auf sie als unsere gemeinsame Mutter schauen, die für die Einheit der Gottesfamilie betet und die allen „vorangeht“ an der Spitze des langen Zuges von Zeugen für den Glauben an den einen Herrn, der Sohn Gottes ist und durch den Heiligen Geist in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen wurde?
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

Adam und Eva herrschten im Paradies über die Schöpfung in vollkommener Einheit und Harmonie. Maria, du bist die neue Eva und dein geliebter Sohn der neue Adam. Durch die Einheit eurer Herzen in der Freude, im Leiden und in der Herrlichkeit begründet ihr die Harmonie der neuen Schöpfung, der Kirche. Sie ist im Geheimnis ihres Ursprungs unbefleckt, da sie aus der geöffneten Seite Jesu und aus dem Mitleiden deines Herzens geboren wurde.
O Maria, mit Therese vom Kinde Jesus möchte ich ausrufen: „Im Herzen meiner Mutter, der Kirche, will ich Liebe sein.“ Maria, Mutter der Kirche und der Einheit all ihrer Glieder, ich weihe mich dir, damit die Kirche beim Kommen ihres Bräutigams ohne Makel und Fehler vor ihm erscheinen kann.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

5. Woche, 2. Tag – Weihe an den Liebesplan Gottes

5. Woche, 2. Tag – Weihe an den Liebesplan Gottes

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

O Heiliger Geist, Gott der Liebe,
du Bindeglied der Liebe in der Heiligsten Dreifaltigkeit,
du ruhst dich aus und erfreust dich bei den Menschenkindern
in der heiligen Keuschheit,
 die durch das Wirken deiner Kraft und deiner Anziehung hier unten erblüht wie die Rose unter den Dornen.

Heiliger Geist! Liebe! Liebe!
 Sage mir, welcher Weg führt zu einem so köstlichen Aufenthalt, wo ist der Pfad des Lebens,
der zu diesen, vom göttlichen Tau befruchteten Wiesen führt,
wo sich die durstig gewordenen Seelen erquicken.
O Liebe, 
du allein kennst den Weg zum Leben und zur Wahrheit.
In dir vollendet sich der Bund voller Wonne,
der die göttlichen Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit vereint.

Durch dich, o Heiliger Geist,
sind über uns die kostbarsten Gaben ausgegossen.
Durch dich wächst die fruchtbare Saat,
die die Früchte des Lebens hervorbringt.
Von dir strömt der so milde Honig der Wonnen,
die allein in Gott zu finden sind.
Durch dich fließen auf uns
 die fruchtbaren Wasser
des göttlichen Segens,
 die so wertvollen,
aber hier bei uns
so seltenen Gaben des Geistes!
(Hl. Gertrud von Helfta)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Betrachtung

Bei der Ankündigung des Marianischen Jahres habe ich ebenso darauf hingewiesen, dass sein Abschluss im kommenden Jahr am Fest der Aufnahme der seligsten Jungfrau Maria in den Himmel begangen werden wird, um „das große Zeichen am Himmel“ hervorzuheben, von dem die Offenbarung des Johannes spricht.
In dieser Weise wollen wir auch die Aufforderung des Konzils erfüllen, das auf Maria als das „Zeichen sicherer Hoffnung und des Trostes für das pilgernde Gottesvolk“ schaut. Dieser Aufruf des Konzils ist in den folgenden Worten enthalten: „Alle Christgläubigen mögen inständig zur Mutter Gottes und Mutter der Menschen flehen, dass sie, die den Anfängen der Kirche mit ihren Gebeten zur Seite stand, auch jetzt, im Himmel über alle Seligen und Engel erhöht, in Gemeinschaft mit allen Heiligen bei ihrem Sohn Fürbitte einlege, bis alle Völkerfamilien, mögen sie den christlichen Ehrennamen tragen oder ihren Erlöser noch nicht kennen, in Friede und Eintracht glückselig zum einen Gottesvolk versammelt werden, zur Ehre der heiligsten und ungeteilten Dreifaltigkeit.“
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

O Maria, indem ich mich dir weihe, übergebe ich mich der Liebe, ihrer Sanftheit im Hauch des Heiligen Geistes, aber auch ihrem reinigenden Feuer. Ich übergebe mich dem Geheimnis der Erlösung: der ungeteilten Liebe des Vaters zur Welt, der gekreuzigten Liebe des Sohnes und der brennenden Liebe des Geistes. Ich weihe mich den Freuden und den Schmerzen deines Herzens und gebe mich an alles hin, was deine Liebe von mir erwartet.
Maria, ich schenke dir mein Herz, damit du es mit deinem Herzen und mit dem deines Sohnes vereinst und mit allen Herzen, die mit dir verbunden sind. Mache mein Herz bereit, meine Königin, dir niemals etwas zu verweigern.
Ich will der Liebe nichts verweigern, die alles glaubt, alles hofft und allem standhält.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

5. Woche, 1. Tag – Weihe an Maria Königin

5. Woche, 1. Tag – Weihe an Maria Königin

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

O Liebe, Heiliger Geist,
du bist in der Heiligsten Dreifaltigkeit
der unaussprechliche Kuss,
das mächtige Band des Vaters und des Sohnes.

O mein Jesus,
 ziehe mich durch den Hauch deines Geistes
an dich und nimm mich in dir auf.
Lass mich in deinem göttlichen Wesen aufgehen,
in dem ewigen Kuss der Vereinigung ohne Ende,
und gewähre mir dann,
 dich zu schauen und zu besitzen,
mich für immer an dir zu erfreuen.
(Hl. Gertrud von Helfta)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 45

Mein Herz fließt über von froher Kunde,
ich weihe mein Lied dem König.
Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.

Du bist der Schönste von allen Menschen,
Anmut ist ausgegossen über deine Lippen;
darum hat Gott dich für immer gesegnet.

Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte,
kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!
Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht!
Furchtgebietende Taten soll dein rechter Arm dich lehren.
Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker,
die Feinde des Königs verlieren den Mut.

Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig;
das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.
Du liebst das Recht und hasst das Unrecht,
darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt
mit dem Öl der Freude 
wie keinen deiner Gefährten.

Betrachtung

Wenn der Sohn König ist, dann ist es gerecht, dass seine Mutter als Königin gilt und diesen Namen trägt. Als Maria einwilligte, die Mutter des ewigen Wortes zu werden, erlangte sie in demselben Augenblick die Würde, die Königin der Welt und aller Geschöpfe zu werden. Maria ist durch das Fleisch so eng mit Jesus verbunden; wie könnte da die Mutter von der Königswürde des Sohnes ausgeschlossen bleiben? Man muss also zugeben, dass beide, Mutter und Sohn, nicht nur Königswürde besitzen, sondern dass sie an derselben Herrschaft Anteil haben. Und wenn Jesus der König des Weltalls ist, dann ist auch Maria Königin des Weltalls. Alle Geschöpfe, die Gott dienen, müssen auch Maria dienen. So wie die Engel, die Menschen und alles im Himmel und auf Erden dem Reich Gottes unterstellt sind, sind sie es gleichermaßen auch der Herrschaft der Jungfrau. Fahre also fort, Maria, fahre fort, in Frieden zu regieren; verfüge vollkommen frei als Königin, Mutter und Braut des Königs über die Güter deines Sohnes.
(Hl. Alfons Maria von Liguori )

WEIHEGEBET

In Gegenwart des ganzen himmlischen Hofes erwähle ich dich heute, o Maria, zu meiner Mutter und Königin. Dir weihe und schenke ich als dein Gut und Eigentum meinen Leib und meine Seele, all meinen äußeren und inneren Besitz, ja selbst den Wert all meiner guten Werke, der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen. Ganz und voll, ohne jede Ausnahme, sollst du das Recht haben, über mich und all das Meine nach deinem Gutdünken zu verfügen in Zeit und Ewigkeit zur größeren Ehre Gottes. Amen.
(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

4. Woche, 7. Tag – Eintritt in die Miliz der Unbefleckten

4. Woche, 7. Tag – Eintritt in die Miliz der Unbefleckten

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Herr, sende aus deinen Geist,
und alles wird neu geschaffen,
und du erneuerst das Angesicht der Erde.
Herr, erneuere dein erstes Pfingsten.
Jesus, gewähre all deinen innig geliebten Priestern
die Gnade der Unterscheidung der Geister,
erfülle sie mit deinen Gaben, 
vermehre ihre Liebe,
mach aus ihnen wachsame Apostel
und wahre Heilige unter den Menschen.

Heiliger Geist, Gott der Liebe,
durchwehe machtvoll unsere Kathedralen,
unsere Kirchen, unsere Kapellen, unsere Zönakel,
die prächtigsten Häuser sowie die einfachsten Wohnstätten.
Erfülle die ganze Erde mit deinem Licht,
mit deinen Tröstungen und deiner Liebe.

Komm, Geist der Liebe,
bringe der Welt die Erfrischung deines heiligenden Atems.
Umhülle alle Menschen mit dem Glanz deiner Gnade!
Erobere sie alle im Glanz deiner Herrlichkeit.
Komm und stärke sie in der gegenwärtigen Zeit,
die noch von Angst beschwert ist,
erhelle die bei vielen ungewisse Zukunft,
stärke diejenigen, die noch auf deinen göttlichen Wegen zögern.
(Marthe Robin)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 46

Kommt und schaut die Taten des Herrn,
der Furchtbares vollbringt auf der Erde.
Er setzt den Kriegen ein Ende bis an die Grenzen der Erde;
er zerbricht die Bogen, zerschlägt die Lanzen,
im Feuer verbrennt er die Schilde.
«Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin,
erhaben über die Völker, erhaben auf Erden.»
Der Herr der Heerscharen ist mit uns,
der Gott Jakobs ist unsere Burg.

Betrachtung

Indessen gewährt der Vater der Welt noch etwas Zeit. An diesem, durch das Kommen Jesu gekennzeichneten Weltende, wird den Menschen so etwas wie eine Zeitspanne der Barmherzigkeit gewährt – den Menschen guten Willens, den Kleinen, den Armen, all denjenigen, die Maria nachahmen und Jesus folgen wollen. Der Heilige Geist ist ihnen gegeben, damit sie noch einmal dieses ganze Geheimnis der Liebe erleben können, das Jesus hier auf Erden mit seiner Mutter gelebt hat.
(aus: Pater Thomas Philippe, La Vie Cachée de Marie)
Durch Maria hat das Heil der Welt begonnen, durch Maria muss es auch vollendet werden… Beim zweiten Kommen Jesu Christi aber muss Maria erkannt und vom Heiligen Geist geoffenbart werden, damit die Menschen durch sie auch Jesus Christus erkennen, lieben und ihm dienen. Denn die Gründe, die den Heiligen Geist veranlasst haben, seine Braut während ihres Erdenlebens ganz zu verbergen und sie seit der Predigt des Evangeliums nur wenig zu offenbaren, haben dann keine Geltung mehr. (Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Die vollkommene Hingabe)

WEIHEGEBET

Maria, du gleichst einem Heer in Kampfbereitschaft, und deine einzige Waffe ist die barmherzige Liebe, deine einzige Abwehr die unwandelbare Reinheit. Jungfrau Maria, ich will mich mit Leib und Seele diesem Heer zur Verfügung stellen, das du um dich sammelst, um einen letzten Kampf gegen das Tier zu führen, das die Menschenkinder verschlingen will. Du stehst inmitten der Kleinen und Armen, die die Apostel der letzten Zeiten sind, in einem Zönakel, das die ganze Welt umspannt. Ich will mich den Flammen der göttlichen Liebe aussetzen, die der Menschheit im neuen Pfingsten der Liebe verheißen sind, einer Menschheit, die in Gefahr ist, vom Feuer verschlungen zu werden.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

4. Woche, 6. Tag – Weihe alles dessen, was in uns noch nicht geweiht ist

4. Woche, 6. Tag – Weihe alles dessen, was in uns noch nicht geweiht ist

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Du König der Könige, Einziger des Einzigen,
o göttliches Wort, der du ewig geboren wirst
vom nicht gezeugten Vater,
in deiner Liebe ließest du deinen allmächtigen Geist
über deinen Aposteln erglänzen.
Der du unsere vom Tode verletzte Natur erneuertest,
o du Wort Gottes, du tauchst uns ein in den Strom,
der sich aus deiner makellosen durchbohrten Seite ergoss,
und hast uns besiegelt mit der Inbrunst des Geistes.
(Gebet der Orientalischen Kirchen)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Jesaja 62,1-5

Um Zions willen kann ich nicht schweigen,
um Jerusalems willen nicht still sein,
bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht
und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel.

Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit
und alle Könige deine strahlende Pracht.
Man ruft dich mit einem neuen Namen,
den der Mund des Herrn für dich bestimmt.
Du wirst zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn,
zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes.

Nicht länger nennt man dich «Die Verlassene»
und dein Land nicht mehr «Das Ödland»,
sondern man nennt dich «Meine Wonne»
und dein Land «Die Vermählte».
Denn der Herr hat an dir seine Freude,
und dein Land wird mit ihm vermählt.
Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt,
so vermählt sich mit dir dein Erbauer.
Wie der Bräutigam sich freut über die Braut,
so freut sich dein Gott über dich.

Betrachtung

Maria sagt uns: „Nimm mich doch auf, du hast mich noch nicht genügend aufgenommen. Nimm mich auf, wie du es mir so oft versprochen hast; halte Wort. Du hast mir so oft versprochen, nicht nur mir ganz zu gehören, sondern mich auf eine Weise aufzunehmen, nach der ich dir ganz gehöre. Du hast mir oftmals Worte wiederholt, die nur diese eine Bedeutung haben. Nun gut! Jetzt nimm mich, wie du gesagt hast. Und vor allem: Beschäme mich nicht in meiner Erwartung; so lange warte ich schon, so lange schon sehne ich diese Stunde herbei, diesen Augenblick, von dem an du mich ganz in dein Innerstes aufnehmen und mir nichts mehr vorenthalten wirst!“ Dieser Erwartung Marias hat Johannes am Fuß des Kreuzes voll und ganz entsprochen.
(P. Peter Thomas Dehau OP)

WEIHEGEBET

Maria, ich übergebe dir alles, was ich noch nicht geweiht habe,
was ich dir bisher noch nicht geben konnte.
Ich bitte dich inständig, es anzunehmen, meine Mutter,
du Schönste von allen, du unsere Freundin.
Ich bitte dich, alles in mir zu berühren, zu reinigen und zu erfüllen,
was dich vielleicht noch fürchtet, ohne dass es mir bewusst ist.
Ich will dich bei mir aufnehmen, in das Innerste meines Herzens.
Komm in das Brautgemach meiner Seele, in diesen tiefsten Ort,
den ich ohne dich nicht aufsuchen kann. Braut Gottes, nimm mich mir
und gib mich dir ganz zu eigen. Bereite mich so vor
auf die innige Vereinigung mit Gott,
für die der Allerhöchste mich erschaffen hat.
Nimm mich in den Schutz deiner mütterlichen Arme,
die du vom Schatten des Geistes bedeckt wurdest.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

4. Woche, 5. Tag – Weihe an die Mittlerschaft Mariens

4. Woche, 5. Tag – Weihe an die Mittlerschaft Mariens

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Gewähre mir die Gabe der Weisheit,
damit ich trunken werde von deiner Liebe;
die Gabe der Einsicht,
damit mich das Licht von oben erleuchtet;
die Gabe des Rates,
damit ich nie und nimmer abweiche von deinen Geboten;
die Gabe der Stärke,
damit ich mutig kämpfe;
die Gabe der Wissenschaft,
damit ich deine heiligen Wahrheiten kennen lerne;
die Gabe der Frömmigkeit,
damit mein Herz sich dem Wirken deiner Gnade öffnet; die Gabe der Gottesfurcht,
damit meine Seele deine Urteile fürchtet.
O Wohnstätte der ewigen Herrlichkeit!
Lass mich dich so lieben, wie du mich liebst,
und in der Gemeinschaft der Erwählten
dein Angesicht auf ewig schauen. Amen.
(Ludwig von Granada)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Judith 13,18-20

Meine Tochter, du bist von Gott, dem Allerhöchsten,
mehr gesegnet als alle anderen Frauen auf der Erde.
Gepriesen sei der Herr, unser Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat. Durch seine Hilfe ist es dir gelungen,
dem Anführer unserer Feinde den Kopf abzuschlagen.
Die Erinnerung an dein Vertrauen
soll in Ewigkeit nicht aus den Herzen der Menschen entschwinden,
die sich an die Macht Gottes erinnern.
Gott möge dir ewigen Ruhm schenken
und dich reich mit seinem Segen belohnen.
Denn in der Not unseres Volkes hast du dein Leben nicht geschont;
nein, du hast entschlossen unseren Untergang von uns abgewehrt,
du bist vor unserem Gott auf geradem Weg gegangen.

Betrachtung

Die mütterliche Sendung Marias drängt das Volk Gottes, voll Vertrauen zu ihr Zuflucht zu nehmen. Sie ist immer bereit, voll Liebe die Bitten zu erhören und Hilfe zu gewähren; darum pflegen die Christen Maria als Trösterin der Betrübten, als Heil der Kranken und als Zuflucht der Sünder anzurufen, um im Kummer Trost, in Krankheit Erleichterung zu finden und Kraft, sich von der Knechtschaft der Sünde zu befreien; sie, die Sündenlose, führt ihre Söhne dahin, dass sie die Sünde mit starkem Willen meiden. Erlösung aus dem Bösen und Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde (vgl. Mt 6,13) ist die Bedingung für eine wahre Erneuerung des christlichen Lebens – das muss immer wieder betont werden.
(Paul VI., Marialis cultus)

WEIHEGEBET

Maria, Gott hat dir seine ganze Barmherzigkeit anvertraut, und der einzige Mittler wollte dich zur Mittlerin der Gnaden machen, damit sein mystischer Leib von der Liebe des Bräutigams zu seiner Braut lebe. Maria, ich weihe mich dir, damit mein Herz und meine Gedanken ganz offen für deine Mittlerschaft sind. Durch dich will ich Gott vollkommen in mir aufnehmen, so wie auch du ganz ihm gehörst. Ich gebe mich dir zu eigen, damit ich selbst zu einem Mittler in deinem Dienst werde. Alles in mir soll von dir sprechen und dich ehren. Ich will deine Schönheit und die Schönheit Gottes verkünden, der dich so wunderbar erschaffen hat.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

4. Woche, 4. Tag – Weihe am die Trösterin der Betrübten

4. Woche, 4. Tag – Weihe am die Trösterin der Betrübten

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Himmlischer König, du Tröster,
o Geist der Wahrheit,
 der du bist
allwesend
und alles erfüllst.
Urquell des Guten und Spender des Lebens,
komm und weile in uns,
läutere uns von allem Makel
und erlöse unsere Seelen,
o Gütiger.
(Eröffnungsgebet der Byzantinischen Liturgie)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Jesaja 66, 10-14

Freut euch mit Jerusalem!
 Jubelt in der Stadt,
alle, die ihr sie liebt.
 Seid fröhlich mit ihr,
alle, die ihr über sie traurig wart.
Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust,
trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!
Denn so spricht der Herr:
 Seht her:
Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr
und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach.
Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen
und auf den Knien schaukeln.
Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet,
so tröste ich euch; in Jerusalem findet ihr Trost.
Wenn ihr das seht, wird euer Herz sich freuen,
und ihr werdet aufblühen wie frisches Gras.

Betrachtung

Die mütterliche Sendung Marias drängt das Volk Gottes, voll Vertrauen zu ihr Zuflucht zu nehmen. Sie ist immer bereit, voll Liebe die Bitten zu erhören und Hilfe zu gewähren; darum pflegen die Christen Maria als Trösterin der Betrübten, als Heil der Kranken und als Zuflucht der Sünder anzurufen, um im Kummer Trost, in Krankheit Erleichterung zu finden und Kraft, sich von der Knechtschaft der Sünde zu befreien; sie, die Sündenlose, führt ihre Söhne dahin, dass sie die Sünde mit starkem Willen meiden. Erlösung aus dem Bösen und Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde (vgl. Mt 6,13) ist die Bedingung für eine wahre Erneuerung des christlichen Lebens – das muss immer wieder betont werden.
(Paul VI., Marialis cultus)

WEIHEGEBET

Maria, Mutter der Schmerzen, du hast alle Schmerzen gekannt, so sehr war deine Seele mit der deines Sohnes vereint, als er über Lazarus weinte, dessen Leib wegen Adams Sündenfall verweste. Du warst mit allen Töchtern Jerusalems über den Tempel und über die Kinder deines Volkes betrübt. Du hast in deinem Herzen Bluttränen in der Stunde der Todesangst Jesu geweint, aber du hast auch am Pfingsttag die Feuerzungen des Heiligen Geistes empfangen und die Fülle des Trostes kennen gelernt.
Ich weihe mich deinem Unbefleckten Herzen, welches das sanfte Licht aller Tröstungen des Geistes ausstrahlt. Du Trösterin der Betrübten und Braut des Tröstergeistes, ich weihe mich deiner unendlichen Zärtlichkeit. Meine Fürsprecherin, verteidige mich gegen alle Anklagen des Teufels. Meine Mutter, die du deinen Kindern immer beistehst, ich weihe mich deinem sanften Herzen, um ebenfalls zum Tröster zu werden als ein Kind, das seiner Mutter ganz ähnlich ist.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

4. Woche, 3. Tag – Weihe der Charismen und Gaben des Geistes

4. Woche, 3. Tag – Weihe der Charismen und Gaben des Geistes

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Heiliger Geist, gedenke,
mit deiner treuen Braut Maria 
Gotteskinder hervorzubringen
und zu formen.
 Mit ihr und in ihr hast du
den Ersten der Vorherbestimmten geformt,
und mit ihr und in ihr formst du alle seine Glieder.
Du zeugst keine göttliche Person innerhalb der Gottheit,
doch formst du allein alle Personen außerhalb der Gottheit: alle Heiligen,
die es je gab 
und bis zum Ende der Welt geben wird,
sind das Werk deiner mit Maria vereinten Liebe.
(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 84

Denn ein einziger Tag
in den Vorhöfen deines Heiligtums
ist besser als tausend andere.
Lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes
als wohnen in den Zelten der Frevler.
Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild.
Er schenkt Gnade und Herrlichkeit;
der Herr versagt denen,
die rechtschaffen sind, keine Gabe.
Herr der Heere, wohl dem, der dir vertraut!

Betrachtung

Die Charismen, ob außergewöhnlich oder schlicht und bescheiden,
sind Gnadengaben des Heiligen Geistes, die direkt oder indirekt
der Kirche dienen: sie sind zum Aufbau der Kirche,
zum Wohl der Menschen und für die Nöte der Welt geschenkt.
Die Charismen sind von dem, der sie erhält, aber auch von allen Gliedern der Kirche dankbar entgegen zu nehmen. Sie sind ja ein wunderbarer Gnadenreichtum für die apostolische Lebenskraft und für die Heiligkeit des ganzen Leibes Christi. Es muss sich dabei um Gaben handeln, die wirklich vom Heiligen Geist kommen, und sie sind so auszuüben, dass sie den echten Anregungen dieses Geistes voll entsprechen. Kurz, sie müssen in Liebe ausgeübt werden, die das eigentliche Maß der Charismen ist [vgl. 1 Kor 13].
In diesem Sinn ist es stets notwendig, die Charismen zu prüfen.
Kein Charisma enthebt der Pflicht, die Hirten der Kirche zu ehren
und ihnen zu gehorchen, da es ihnen in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und, was gut ist, zu behalten. Alle Charismen, die in ihrer Verschiedenheit einander ergänzen, sollen so zusammenwirken, dass sie anderen nützen.
(Katechismus der katholischen Kirche, 799-801)

WEIHEGEBET

Maria, du vollkommene Schönheit, schöner als jedes andere Menschenkind, du wurdest im Schoß der heiligen Anna von der vollkommenen Liebe Gottes geformt. Du meine Taube, meine Vollkommene, du bist ohne jeden Makel, ohne Egoismus und Selbstbezogenheit; du bist innerlich schön, weil du dich der göttlichen Weisheit gleichgestalten ließest, die sich aus deinem Herzen, deiner Seele und deinem Mutterschoß einen Thron gebildet hat.
O Schönheit, ich habe dich gefunden und will dich nicht mehr loslassen. Ich will mich fest an dich binden, um in dir zur vollkommenen Gestalt Christi neu geboren zu werden. Durch die Umarmung des Geistes soll mein Inneres endgültig zu einem Abbild Gottes umgestaltet werden. Die Charismen und Gaben des Vaters der Armen sollen mich zum Dienst an meinen Brüdern und Schwestern in der Kirche befähigen.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.