2. Woche 7. Tag – Weihe unserer Hingabe an Gott

2. Woche, 7. Tag – Weihe unserer Hingabe an Gott

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Komm, Heiliger Geist, der du mich erwählt und aus dieser Welt ausgesondert und vor das Antlitz deiner Herrlichkeit gestellt hast: Ebenso erhalte mich nun, unerschütterlich und für immer aufrecht stehend; bewahre mich,
indem du in mir wohnen bleibst, auf dass ich, der Tote, dich immerfort schauend, lebe;
auf dass ich, der Arme, dich besitzend, immer reich sei;
auf dass ich, dich essend und trinkend und mich jeden Augenblick in dir aufhaltend, von einer Wonne zur anderen gelange
in unaussprechlichen Gütern.
Denn du bist jegliches Gut und Herrlichkeit und alle Wonne,
dir gebührt die heilige Ehre, du im Wesen eine,
Leben spendende Dreifaltigkeit,
dir, den alle Gläubigen im Vater, im Sohn und im Heiligen Geist verehren, bekennen und anbeten und dem sie dienen jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
(nach einer Hymne des hl. Symeon des Neuen Theologen)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 48

Groß ist der Herr und hoch zu preisen in der Stadt unseres Gottes.
Sein heiliger Berg ragt herrlich empor;
er ist die Freude der ganzen Welt.
Der Berg Zion liegt weit im Norden;
er ist die Stadt des großen Königs.
Gott ist in ihren Häusern bekannt als ein sicherer Schutz…
Wie wir’s gehört hatten,
so erlebten wir’s jetzt in der Stadt des Herrn der Heere,
in der Stadt unseres Gottes;
Gott lässt sie ewig bestehen.
Über deine Huld, o Gott, denken wir nach
in deinem heiligen Tempel.
Wie dein Name, Gott,
so reicht dein Ruhm
bis an die Enden der Erde;
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.

Betrachtung

Maria stimmt der Wahl Gottes zu, um durch den Heiligen Geist die Mutter des Sohnes Gottes zu werden. Man kann sagen, dass diese ihre Zustimmung zur Mutterschaft vor allem eine Frucht ihrer vollen Hingabe an Gott in der Jungfräulichkeit ist. Maria hat die Erwählung zur Mutter des Sohnes Gottes angenommen, weil sie von bräutlicher Liebe geleitet war, die eine menschliche Person voll und ganz Gott „weiht“. Aus der Kraft dieser Liebe wollte Maria immer und in allem „gottgeweiht“ sein, indem sie jungfräulich lebte.
Die Worte „Ich bin die Magd des Herrn“ bringen zum Ausdruck, dass sie von Anfang an ihre Mutterschaft angenommen und verstanden hat als die völlige Hingabe ihrer selbst, ihrer Person, für den Dienst an den Heilsplänen des Höchsten. Und ihre ganze mütterliche Teilnahme am Leben Jesu Christi,
ihres Sohnes, hat sie bis zum Schluss in einer Weise vollzogen,
wie sie ihrer Berufung zur Jungfräulichkeit entsprach.
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater, 39)

WEIHEGEBET

Maria, du wirst den Tempel des Leibes Christi in deinem Schoß tragen und kommst in den von Menschenhand gebauten Tempel, um dort dem Herrn deine Jungfräulichkeit zu weihen. Tochter Davids, du willst dich für Gott bewahren, um ihm eine Wohnung zu bereiten, welche die ganze Welt umspannt. Lass mich begreifen, wie unermesslich fruchtbar eine Liebe ist, die sich vollkommen hingibt. Gewähre mir, in den Tempel des mystischen Leibes deines Sohnes, die Kirche, einzutreten, um mich dort Gott zu weihen und aus meinem Leben eine immer neue, jedesmal in der Liebe wachsende Hingabe zu machen.
Maria, du Spiegel engelhafter Reinheit, in deine Hände lege ich meine Bereitschaft zum Gehorsam, denn du hast dich dem Gesetz der Väter untergeordnet, um ganz dem Willen des Vaters im Himmel zu entsprechen.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.