1. Woche 7. Tag – Weihe unseres Herzens für die Welt

1. Woche, 7. Tag – Weihe unseres Herzens für die Welt

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn,
 kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
(Aus der Pfingstsequenz)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Ps 63, 1-6

Ich liebe den Herrn;
denn er hat mein lautes Flehen gehört
und sein Ohr mir zugeneigt
an dem Tag, als ich zu ihm rief.
Mich umfingen die Fesseln des Todes,
mich befielen die Ängste der Unterwelt,
mich trafen Bedrängnis und Kummer.
Da rief ich den Namen des Herrn an:
„Ach Herr, rette mein Leben!“
Der Herr ist gnädig und gerecht, unser Gott ist barmherzig.
Der Herr behütet die schlichten Herzen;
ich war in Not, und er brachte mir Hilfe.
Komm wieder zur Ruhe, mein Herz!
Denn der Herr hat dir Gutes getan.

Betrachtung

„Selig ist, die geglaubt hat“. – Diese Seligpreisung erreicht ihre volle Bedeu- tung, als Maria unter dem Kreuze ihres Sohnes steht (vgl. Joh 19,25). Das Konzil betont, dass das „nicht ohne göttliche Absicht“ geschah: Dadurch, dass Maria „heftig mit ihrem Eingeborenen litt und sich mit seinem Opfer in mütterlichem Geist verband, indem sie der Darbringung des Opfers, das sie geboren hatte, liebevoll zustimmte“, bewahrte sie „ihre Verbundenheit mit dem Sohn in Treue bis zum Kreuz“: die Verbundenheit durch den Glauben, denselben Glauben, mit dem es ihr möglich geworden war, im Augenblick der Verkündigung die Offenbarung des Engels anzunehmen.
Durch den Glauben nimmt Maria teil am Tod des Sohnes –an seinem Erlösertod. Im Gegensatz zum Glauben der Jünger, die flohen, besaß sie aber einen erleuchteteren Glauben. Durch das Kreuz hat Jesus auf Golgota endgültig bestätigt, dass er das „Zeichen ist, dem widersprochen wird“, wie Simeon vorhergesagt hatte. Gleichzeitig haben sich dort auch jene Worte erfüllt, die dieser an Maria gerichtet hatte: „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.“
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater, 18)

WEIHEGEBET

Maria, du Mutter des leidenden Messias, der durch seinen Tod den Tod besiegt hat, bitte für mich jetzt und in der Stunde meines Todes. Er soll ein Tod aus Liebe sein, eine vollkommene Hingabe meines Lebens. Gib, dass ich Tag für Tag mein Leben aus Liebe hingebe für eine Welt, die sich weigert, aus Liebe zu leben.
Maria, du hast sehr daran gelitten, nicht mit deinem Sohn gestorben zu sein, und ein Schwert hat deine Seele durchbohrt. Ich weihe mich dir, um im Leib Christi ein Herz zu sein, das sich vollkommen hingibt und deshalb ganz lebendig ist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz, das den Hass mit Liebe erwidert, die Bitterkeit mit Sanftmut und den Fluch mit Segen.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.