1. Woche 6. Tag – Weihe unserer Zuneigungen

1. Woche, 6. Tag – Weihe unserer Zuneigungen

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Komm, Vater des Lichts,
komm, Gott der barmherzigen Liebe,
forme du mein Gebet in mir,
zeige mir die Wahrheit,
senke in meine Seele
 die Glut deines Feuers,
die sie flammend durchdringt 
und mit Gott erfüllt.
(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Aus dem Hohelied der Liebe 1Kor 13,4-8

Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles,
 glaubt alles,
hofft alles, 
hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.

Betrachtung

Endlich werden die Gläubigen erkennen, dass die Tätigkeit der Kirche auf dem ganzen Erdkreis gleichsam nur eine Fortsetzung der mütterlichen Sorge Marias ist: denn die tätige Liebe Marias im Hause von Nazaret, bei Elisabeth, auf der Hochzeit zu Kana, auf dem Kalvarienberg… wird weitergeführt in der mütterlichen Sorge der Kirche und ihrem Bemühen, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen (vgl.1 Tim 2,4), in ihrer Betreuung der Kinder, Armen und Kranken, im unablässigen Bestreben um Frieden und Sicherheit, im nie erlahmenden Einsatz, dass alle Menschen des Heiles teilhaftig werden, das Christus ihnen durch seinen Tod erworben hat. Aus diesem Grund wird die Liebe zur Kirche auch die Liebe zu Maria mitbedingen und umgekehrt, da die eine nicht ohne die andere sein kann.
(Paul VI., Marialis cultus 14, 28)

WEIHEGEBET

O Herz Mariens, in dem das Herz Gottes schlug, du hast Josef die größte Seligkeit der reinen Herzen geschenkt. Durch dich konnte er Gott sehen, berühren und liebkosen; er durfte von ihm die zärtlichste Liebe empfangen, eine zugleich ganz menschliche und ganz göttliche Liebe.
O Maria, dein Unbeflecktes Herz schaute glaubend den ewigen Vater, du hast Josef die Gabe einer wahren Vaterschaft vermittelt und ihm dazu einen Sohn geschenkt.
 Du Braut Josefs und Mutter Gottes, ich weihe dir mein Herz und alle seine Regungen; ich weihe dir meine menschlichen und geistlichen Zuneigungen, damit du alle diese Beziehungen heiligst, indem du mit mir die Vorrechte teilst, die du deiner Unbefleckten Empfängnis verdankst.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.