1. woche 5. Tag – Weihe der Seele

1. Woche, 5. Tag- Weihe der Seele

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Komm, Heilger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft.
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein: nun hauch uns Gottes Odem ein.
Komm, Tröster, der die Herzen lenkt, du Beistand, den der Vater schenkt;
aus dir strömt Leben, Licht und Glut, du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.
Entflamme Sinne und Gemüt,
 dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut in deiner Kraft das Gute tut.
Die Macht des Bösen banne weit, schenk deinen Frieden alle Zeit.
Erhalte uns auf rechter Bahn,
 dass Unheil uns nicht schaden kann.
Lass gläubig uns den Vater sehn, sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt und uns das Leben Gottes bringt.
(Aus dem Pfingsthymnus)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 63, 5-9

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.
Ich denke an dich auf nächtlichem Lager
und sinne über dich nach, wenn ich wache.
Ja, du wurdest meine Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.
Meine Seele hängt an dir,
deine rechte Hand hält mich fest.

Betrachtung

Man muss alles in Maria tun, das heißt, man muss sich allmählich an die innerliche Sammlung gewöhnen, indem man sich eine annähernde Vorstellung, ein geistiges Bild von der Gottesmutter macht. Maria soll für die Seele die geweihte Stätte sein, an der sie ohne Furcht vor Zurückweisung alle ihre Gebete zu Gott empor sendet. Sie soll der Turm Davids sein, in dem die Seele sich vor allen ihren Feinden in Sicherheit bringt. Die flammende Leuchte soll sie sein, die das ganze Innere erhellt und von Gottesliebe brennt. Der heilige Ruheort, an dem die Seele in Maria und durch Maria Gott schaut. Mit einem Wort, Maria soll dieser Seele ein und alles sein, ihr Zufluchtsort in allen Dingen. Wenn sie betet, dann nur in Maria; wenn sie Jesus in der heiligen Kommunion empfängt, übergibt sie ihn Maria, damit er in ihr sein Wohlgefallen finde. Wenn sie handelt, dann nur in Maria; und überall, in allen Dingen entsagt sie sich selbst.
(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Das Geheimnis Mariens, 47)

WEIHEGEBET

O Maria, du verschlossener Garten, in dem das Wort in der Stille aufgewachsen ist, ich öffne dir die Tore zum Heiligtum meiner Seele, zu jenem verborgenen Ort in mir, den allein der Geist des lebendigen Gottes besucht und zum Brautgemach, zu dem nur der Bräutigam den Schlüssel besitzt.
Du bist die versiegelte Quelle, deren Wasser denen vorbehalten ist,
die bereit sind, für Christus ihr Leben hinzugeben. Komm als Königin in meine königliche Kammer und schmücke sie mit deiner grenzenlosen Liebe.
O Tochter von Jerusalem, ich weihe dir diesen innersten Ort in mir, den ich nur ahnen kann und den ich allein im Licht deiner Gegenwart ganz erkennen werde.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.