3. Woche, 7. Tag – Weihe der Liebe in der Welt und in unseren Herzen

3. Woche, 7. Tag – Weihe der Liebe in der Welt und in unseren Herzen

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,
die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen,
in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
(Apg 2)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Psalm 103

Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

er dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt,
der dich dein Leben lang mit seinen Gaben sättigt;
wie dem Adler wird dir die Jugend erneuert.

Der Herr vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft er allen Bedrängten.
Er hat Mose seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.
Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.

Er wird nicht immer zürnen,
nicht ewig im Groll verharren.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er die Schuld von uns.

Betrachtung

Christus sagte am Kreuz: „Frau, siehe, dein Sohn.“
Mit diesem Wort öffnete er in neuer Weise das Herz seiner Mutter.
Wenig später durchbohrte die Lanze des Soldaten die Seite des Gekreuzigten. Dieses durchbohrte Herz wurde Zeichen der Erlösung,
die im Tod des Lammes geschehen ist.
Das Unbefleckte Herz Mariens, das durch die Worte „Frau, siehe, dein Sohn“ geöffnet wurde, steht in geistlicher Verbindung zum Herzen des Sohnes,
das von der Lanze des Soldaten geöffnet wurde. Das Herz Mariens ist von derselben Liebe zum Menschen und zur Welt geöffnet worden, mit welcher Christus den Menschen und die Welt geliebt hat und sich am Kreuz dahingegeben hat bis zum Lanzenstoß des Soldaten.
Die Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen heißt, dass wir uns mit der Fürsprache dieser Mutter dem Lebensquell selbst nahen, der auf Golgotha entsprang. Aus dieser Quelle sprudelt ununterbrochen Erlösung und Gnade. Andauernd geschieht in ihr Genugtuung für die Sünden der Welt.
Andauernd ist sie Ursprung neuen Lebens und neuer Heiligkeit.
(Johannes Paul II., Ansprache in Portugal, 13. Mai 1982)

WEIHEGEBET

O Maria, deine unendliche Liebe zu den Kindern,
die der Vater dir gegeben hat, bedeckt uns bis in die Tiefe unseres sündigen Seins, denn die Liebe deckt viele Sünden zu. Du Ursache unserer Freude,
du bist nicht befleckt vom Makel der Sünde, noch bist du gelähmt durch die Schuld Adams. Du übergibst uns ganz den Werken der Liebe, dem sanften Zwiegespräch in deinem verborgenen Garten. Es komme das Reich der Liebe des sanften und demütigen Herzens Jesu durch unsere Vereinigung mit deinem Herzen. Dein Reich der Liebe komme in die Welt durch die Vereinigung aller Herzen untereinander.
Maria, unsere Mutter und Königin, regiere über unsere Herzen.
Ich weihe dir alles, was in der Welt zur Liebe fähig ist, auch wenn dies nur ein kleiner Tropfen ist, damit du daraus einen Garten der Wonne machst, der auf ewig die Bitterkeit auslöscht, die das Herz deines Sohnes erfüllt hat.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche, 6. Tag – Erneuerung unseres Taufversprechens

3. Woche, 6. Tag – Erneuerung unseres Taufversprechens

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Heilger Geist, entzünde mich, Feuer, du, verzehre mich,
Heilger Geist, entzünde mich,
 zum wahren Weg führe mich.
Heilger Geist, reinige mich, Liebesfeuer, brenne mich,
Heilger Geist, reinige mich,
in Jesus vermähle mich.
Heilger Geist, bestärke mich, Liebe Gottes, heile mich,
Heilger Geist, bestärke mich, o Geist, erneuere mich.
Heilger Geist, hauche mich an, Liebe Jesu, fülle mich,
Heilger Geist, hauche mich an,
das wahre Glück schenke mir.
(nach der sel. Myriam von Abellin)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Magnifikat, Lk 1, 46-55

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Betrachtung

Die christliche Initiation [Eingliederung] geschieht durch drei Sakramente: die Taufe, die der Beginn des neuen Lebens ist; die Firmung, die dieses Leben stärkt; die Eucharistie, die den Gläubigen mit dem Fleisch und dem Blut Christi nährt, um ihn in Christus umzugestalten…
Die Taufe ist die Geburt zum neuen Leben in Christus. Nach dem Willen des Herrn ist sie heilsnotwendig wie die Kirche selbst, in die die Taufe ein- gliedert… Der wesentliche Ritus der Taufe besteht darin, dass der Täufling in Wasser getaucht oder dass sein Kopf mit Wasser übergossen wird unter Anrufung der heiligsten Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Hei- ligen Geistes…
Die Wirkung der Taufe, die Taufgnade, ist reichhaltig: Vergebung der Erb- sünde und aller persönlichen Sünden; Geburt zum neuen Leben, durch die der Mensch Adoptivkind des Vaters, Glied Christi und Tempel des Heiligen Geistes wird… Die Taufe prägt der Seele ein unauslöschliches geistiges Zeichen ein, das Siegel, das den Getauften zur christlichen Gottesverehrung weiht. Wegen dieses Siegels kann die Taufe nicht wiederholt werden.
(Katechismus der katholischen Kirche, 1277-1280)

WEIHEGEBET

O Maria, Gott hat für dich die Ordnung der Schöpfung erneuert,
denn du bist die Mutter Gottes und trägst in deinem Schoß denjenigen,
den nichts umfassen kann. Seit seiner Empfängnis ist das Kreuz eingeschrieben in deinen Mutterschoß; in ihm vermählt sich die Gottheit mit der Menschheit. In dir versöhnen sich die Gegensätze: das göttliche Feuer, aus dem die Welt hervorgegangen ist, stieg hinab in die Wasser der Mutterschaft.
O Maria, nachdem du geboren hast, bist du Jungfrau geblieben. Du bist das bleibende Zeichen, dass die Gottheit sich mit der menschlichen Natur vermählen kann. Ich weihe dir alles in der Welt, was noch nicht mit Gott vereint ist. Ich weihe dir mein ganzes Dasein, damit sich in mir das Geheimnis der Vermählung von Wasser und Feuer erneuert. Dein Schöpfer ist dein Gemahl, er ist dein Sohn und dein Bräutigam auf ewig.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche, 5. Tag – Weihe unserer Einsamkeit

3. Woche, 5. Tag – Weihe unserer Einsamkeit

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

O heiligster und anbetungswürdigster Geist,
lass mich deine sanfte und liebevolle Stimme hören.
Ich möchte vor dir sein wie eine leichte Feder,
damit dein Hauch mich trage,
wohin er will
 und ich ihm niemals
auch nur den geringsten Widerstand entgegensetze.
(Sel. Franz Maria Libermann)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 27

Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?
Dringen Frevler auf mich ein, um mich zu verschlingen,
meine Bedränger und Feinde, sie müssen straucheln und fallen.
Mag ein Heer mich belagern: Mein Herz wird nicht verzagen.
Mag Krieg gegen mich toben: Ich bleibe dennoch voll Zuversicht.
Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.
Denn er birgt mich in seinem Haus am Tage des Unheils;
er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes,
er hebt mich auf einen Felsen empor.

Betrachtung

Nehmen wir die totale menschliche Einsamkeit an, um uns mit Maria zu vereinen. Zwischen Tod und Auferstehung ihres Sohnes ist sie die einzige, die den Glauben, die Liebe und die Hoffnung bewahrt. Die Antwort der Menschheit auf das Opfer Christi konzentriert sich allein auf sie. So finden wir auch in diesen Zeiten, die uns noch von der endgültigen Auferstehung trennen, in ihr allein alle Hilfsmittel, um zu hoffen, zu glauben und zu lieben und von unserem Tränental aus den Triumph Christi zu sehen.
Maria wird immer bei Jesus sein, bis zum Grab, in welches sie, die das Leben ist, nicht eintreten kann; sie, die den Lebenden nicht bei den Toten sucht. Denn er lebt in ihrem Herzen; der vom Leib getrennte Geist Jesu ruht im Geist und im Herzen Mariens, während sein Leib im Grabe ruht.
(Kardinal Bérulle)

WEIHEGEBET

Maria, Mutter der schönen Liebe, ich weihe dir jedes Gefühl der Einsamkeit in mir und jedes menschliche Verlangen, mit dieser Einsamkeit zu brechen. Denn es steht geschrieben: es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Es steht auch geschrieben, dass Gott aus der Seite Adams eine Hilfe geschaffen hat, die ihm ähnlich ist. Als der Menschensohn entschlafen war auf dem Kreuz, wurde durch den Lanzenstoß aus der Seite des neuen Adam, aus dem Wasser, dem Blut und dem Feuer seines Herzens, die neue Eva geboren – die Kirche.
Maria, erlange mir die Liebe zur vertrauten Einsamkeit mit Gott, denn nur in ihr, allein mit dem Alleinigen, wird die tiefe Einsamkeit überwunden und findet der Mensch sein Gegenüber wieder. Maria, ich weihe dir alle, die an leiblicher und seelischer Einsamkeit leiden, damit sie dich finden, du Mutter, Schwester, Freundin und Vielgeliebte unserer Herzen.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche, 4. Tag – Weihe aller Leiden

3. Woche, 4. Tag – Weihe aller Leiden

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Feuer und Licht, erstrahlend auf dem Antlitz Christi,
Feuer, dein Kommen ist Wort,
Feuer, deine Stille ist Licht,
Feuer, du gießt in die Herzen Dank und Lob,
wir erheben dich.
Du wohnst in Jesus Christus,
O Geist des Verstandes und der Weisheit,
O Geist des Rates und der Stärke,
O Geist der Erkenntnis und der Furcht,
wir erheben dich.
Du ergründest die Tiefen Gottes,
Du erleuchtest die Augen unserer Herzen,
Du fügst dich zu unserem Geist,
Du, durch den wir die Herrlichkeit des Herrn widerspiegeln,
wir erheben dich.
(Hl. Ephräm der Syrer)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 69, 8-18

Wer auf dich hofft, Herr, du Herr der Heere,
soll durch mich nicht scheitern;
wer dich sucht, Gott Israels, gerate durch mich nicht in Schande.
Denn deinetwegen erleide ich Schmach,
und Schande bedeckt mein Gesicht.
Entfremdet bin ich den eigenen Brüdern,
den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd.
Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt;
die Schmähungen derer, die dich schmähen,
haben mich getroffen…
Ich aber bete zu dir, Herr, zur Zeit der Gnade.
Erhöre mich in deiner großen Huld,
Gott, hilf mir in deiner Treue!
Entreiß mich dem Sumpf,
damit ich nicht versinke…
Erhöre mich, Herr, in deiner Huld und Güte,
wende dich mir zu in deinem großen Erbarmen!
Verbirg nicht dein Gesicht vor deinem Knecht;
denn mir ist angst.
Erhöre mich bald!

Betrachtung

Der Kreuzestod ist das einmalige Opfer Christi, des „einzigen Mittlers zwischen Gott und den Menschen“(1 Tim 2,5). Doch weil er sich in seiner menschgewordenen göttlichen Person „gewissermaßen mit jedem Menschen vereinigt“ hat, bietet sich allen „die Möglichkeit …, sich mit diesem österlichen Geheimnis in einer Gott bekannten Weise zu verbinden“. Jesus fordert seine Jünger auf, ihr „Kreuz auf sich“ zu nehmen und ihm nachzufolgen (Mt 16,24), denn er „hat für uns gelitten und uns ein Beispiel gegeben, damit wir seinen Spuren“ folgen (1 Petr 2,21). Er will diejenigen, denen sein Erlösungsopfer zuerst zugutekommt, an diesem Opfer beteiligen. Das gilt vor allem für seine Mutter, die in das Mysterium seines erlösenden Leidens tiefer hineingenommen wird als jeder andere Mensch.
„Es gibt keine andere Leiter, um zum Himmel emporzusteigen, als das Kreuz“ (Rosa v. Lima, Vita).
(Katechismus der katholischen Kirche, 618)

WEIHEGEBET

O Maria, Mutter der Schmerzen, du stehst am Fuß des Kreuzes; ich weihe dir jedes Leiden. Ich weiß, dass niemand auf dieser Welt so gelitten hat, so leidet oder leiden wird wie du. Ich sehe dich voller Tränen und Sanftmut, nicht niedergebeugt, sondern aufrecht. Du ziehst in deinem Herzen alle Leiden dieser Welt an dich, um sie mit dem Herzen Jesu zu vereinen und so eine Opfergabe daraus zu machen, eine unaufhörliche Eucharistie.
Jesus ist für uns gestorben am Kreuz und sein Herz wurde von der Lanze durchbohrt. Auch in deinem Herzen, o Mutter der sieben Schmerzen, vollzieht sich das erlösende Leiden. In dieser Passion des Herrn, die bis zum Ende der Welt fortdauert, leidest du mit; deshalb schenke ich dir alle Leiden, die nicht aufgeopfert werden. Sie sollen nicht vergeblich sein, sondern zur Erlösung des menschlichen Leibes und der Seele dienen, o Maria, du Mittlerin und Miterlöserin durch den Liebeswillen deines Sohnes.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche, 3. Tag – Weihe der spürbaren Abwesenheit Gottes und aller Trockenheit

3. Woche, 3. Tag – Weihe der spürbaren Abwesenheit Gottes und aller Trockenheit

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Mein heiligster Herr, der du mich heiligst,
alles, was in mir ist, gehört dir.
Wenn ich mich von deinen Heiligen unterscheide,
dann deshalb, weil ich nicht glühend genug deine Gnade verlange,
weil ich nicht nach genügend großer Gnade verlange
und die Gnade, die du mir schon gewährt hast,
nicht eifrig ausschöpfe.
Trotz meiner Unwürdigkeit vermehre in mir diese Gnade der Liebe.
Sie ist kostbarer als alles andere auf der Welt.
Ich empfange sie anstelle all dessen,
was die Welt mir geben kann. Oh, schenke sie mir!
Sie ist mein Leben!
(Kardinal Newman)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 22, 2-8

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag,
doch du gibst keine Antwort;
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig, du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsere Väter vertraut,
sie haben vertraut,
 und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit,
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

Betrachtung

Als die Eltern den zwölfjährigen Jesus im Tempel wieder fanden und seine Mutter ihn fragte: „Wie konntest du uns das antun?“, antwortete dieser: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ Aber der Evangelist fügt hinzu: „Doch sie (Josef und Maria) verstanden nicht, was er damit sagen wollte“(Lk 2,48-50). Jesus war sich also bewusst, dass „den Sohn nur der Vater kennt“(vgl. Mt 11,27). Sogar diejenige, der das Geheimnis seiner göttlichen Sohnschaft tiefer offenbart worden war, seine Mutter, lebte nur durch den Glauben in Vertrautheit mit diesem Geheimnis!
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

O Jungfrau Maria, ich weihe dir alle Augenblicke, in denen ich Gott in wahrnehmbarer, spürbarer Weise verloren habe, und in denen mir das Opfer deines Sohnes fremd geworden ist. Ich weihe mich deinem Glauben und deiner Hoffnung, damit ich nicht strauchle und nicht stehen bleibe.
Ich weihe dir meine innere Trockenheit, meine Nächte des Geistes und die Augenblicke, in denen ich den Leib deines Sohnes in den Sakramenten, in den Geschwistern und besonders in den Armen nicht mehr erkennen kann.
O Maria, Mutter der Schmerzen, ich weihe dir meine Bedrängnisse und Zweifel, meine tiefsten Ängste und kleinen Tode. Ich weihe dir die Stunde meines Todes. Mein Leben und mein Tod sollen dir gehören, damit durch sie dein Sohn geehrt und Gott verherrlicht wird.
Ich weihe dir auch das Leben und den Tod meiner Eltern und Angehörigen.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche, 2. Tag – Weihe unserer Gedanken und Worte

3. Woche, 2. Tag – Weihe unserer Gedanken und Worte

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Du bist der Urheber aller himmlischen Gaben.
Ich flehe zu dir, belebe mich durch die Gnade,
heilige mich durch deine Liebe,
leite mich durch deine Weisheit,
nimm mich an als dein Kind durch deine Güte
und rette mich durch deine unendliche Barmherzigkeit,
damit ich niemals aufhöre, dich zu preisen,
dich zu loben und dich zu lieben,
zunächst während meines Lebens hier auf Erden
und dereinst im Himmel in der Ewigkeit.
(Hl. Alfons Maria von Liguori)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 119, 9-14

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel?
Wenn er sich hält an dein Wort.
Ich suche dich von ganzem Herzen.
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!
Ich berge deinen Spruch im Herzen,
damit ich gegen dich nicht sündige.
Gepriesen seist du, Herr.
Lehre mich deine Gesetze!
Mit meinen Lippen verkünde ich
alle Urteile deines Mundes.
Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als großer Besitz.

Betrachtung

Die Kirche, von Christus auf den Aposteln erbaut, ist sich dieser Großtaten Gottes am Pfingsttag voll bewusst geworden, als die im Abendmahlssaal Versammelten „mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab“ (Apg 2,4). Jetzt, an den Anfängen der Kirche, am Beginn ihres langen Weges im Glauben, der mit dem Pfingsttag in Jerusalem anfing, war Maria mit allen zusammen, die den Keim des „neuen Israels“ bildeten. Sie war mitten unter ihnen als außerordentliche Zeugin des Geheimnisses Christi.
Und die Kirche verharrte zusammen mit ihr im Gebet und „betrachtete sie“ zugleich „im Licht des ewigen Wortes, das Mensch geworden war“. So sollte es immer sein. Wenn die Kirche stets tiefer „in das erhabene Geheimnis der Menschwerdung eindringt“, denkt sie dabei in tiefer Verehrung und Frömmigkeit auch an die Mutter Christi. Maria gehört untrennbar zum Geheimnis Christi, und so gehört sie auch zum Geheimnis der Kirche von Anfang an, seit dem Tag von deren Geburt.
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater)

WEIHEGEBET

Maria, Mutter des Wortes, ich weihe dir das Denken und Fühlen meines Herzens, in dem die bösen Gedanken entstehen können, die den Menschen unrein machen, aber auch Worte, die trösten und aufbauen.
Maria, aus der Schatzkammer meines Herzens sollen nur gute Dinge her- vorgehen, so wie aus deinem Herzen der Schatz hervorging, der die ganze Welt reich gemacht hat. O Mutter des Wortes, bewahre mich vor leerem Gerede. Mein Wort sei Gebet, damit das ewige Wort in den Herzen geboren werden kann.
Maria, ich weihe dir mein Reden. Du bist der schweigende Mund der Apostel; wache über das Tor meiner Lippen und stelle eine Wache an meinen Mund. Lass vor allem das ewige Wort in mir geboren werden,damit mein Herz von guten Worten überfließe.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.

3. Woche 1. Tag – Weihe unserer Handlungen

3. Woche 1. Tag – Weihe unserer Handlungen

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Mein Gott, du ewiger Beistand, ich bete dich an, der du das Licht und das Leben meiner Seele bist. Du hättest dich damit zufrieden geben können, mir von außen gute Gedanken, geisterfüllende Gnade und Hilfe zukommen zu lassen. Ebenso hättest du mich durch innere Tugend im Leben leiten und reinigen können. Doch in deinem unendlichen Erbarmen bist du selbst von Anfang an in meine Seele eingetreten, du hast von ihr Besitz ergriffen und sie zu deinem Tempel gemacht. Auf unerklärliche Weise wohnst du in mir durch deine Gnade, ja, schon hier auf Erden ist es durch dein ewiges Wesen so, als ob ich, ohne mein eigenes Wesen zu verlieren, gewissermaßen in Gott aufgesogen sei. Und weil du sogar von meinem Leib Besitz ergriffen hast, von diesem armseligen und irdischen Tabernakel aus Fleisch, deshalb ist selbst mein Leib ebenso dein Tempel, o staunenswerte, furchterregende Wahrheit! Ich glaube es, ich weiß es, o mein Gott!
(Kardinal Newman)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 1

Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
Er ist wie ein Baum,
der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.
Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen,
noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.

Betrachtung

Maria ist nicht nur die „Mutter und Ernährerin“des Menschensohnes ge- worden, sondern auch die „ganz einzigartige hochherzige Gefährtin“ des Messias und Erlösers. Sie ging – wie schon gesagt – den Pilgerweg des Glaubens, und auf dieser ihrer Pilgerschaft bis unter das Kreuz hat sich zugleich ihre mütterliche Mitwirkung an der gesamten Sendung des Heilands mit ihren Taten und Leiden vollzogen. Auf dem Weg dieser Mitwirkung beim Werk ihres Sohnes, des Erlösers, erfuhr die Mutterschaft Mariens ihrerseits eine einzigartige Umwandlung, indem sie sich immer mehr mit einer „brennenden Liebe“ zu all denjenigen anfüllte, denen die Sendung Christi galt.
(Johannes Paul II., Redemptoris Mater, 39)

WEIHEGEBET

O Maria, dein Sohn hat von dir die menschliche Natur angenommen,
damit der Mensch, in der Taufe von jedem Makel gereinigt,
sich selbst darbringt als Gabe und Opfer, das Gott wohlgefällt.
Maria, du hast in deinen Händen die erste Hostie der Welt gehalten, und du warst ganz eins mit ihr. Ich weihe dir mein Menschsein und die ganze Menschheit, damit sie ein heiliges Volk und eine königliche Priesterschaft werde.
Ich will in dieser Weihe durch meine Gedanken und Handlungen den Tempel meines Leibes heiligen. Die Heiligste Dreifaltigkeit soll in ihn kommen und in ihm wohnen, so wie sie in dir wohnt: niemals betrübt durch die Sünde, durch schlechte Gedanken, durch Trägheit oder Taten, die eines Gotteskindes unwürdig sind.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.