2. Woche 6. Tag – Weihe an den Geist der Kindschaft

2. Woche, 6. Tag – Weihe an den Geist der Kindschaft

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

So eilt, den Geist zu empfangen,
der von Gott kommt, den göttlichen Geist,
auf dass ihr des Himmelreichs Erben werdet
für alle Zeiten.
Doch wenn ihr hier auf Erden nicht himmlisch werdet,
wie wollt ihr dann mit Christus in den Himmeln leben?
So lauft mit Feuereifer, lauft alle,
 auf dass wir würdig erachtet werden,
ins Himmelreich einzugehen
 und zu herrschen mit Christus,
dem Herrn über alles, 
dem alle Ehre gebührt mit dem Vater
und dem Heiligen Geist in alle Ewigkeit. Amen.

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

PSALM 8

Herr, unser Herrscher, 
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob,
deinen Gegnern zum Trotz;
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.
Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt;
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt
über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt:
All die Schafe, Ziegen und Rinder 
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.
Herr, unser Herrscher,
 wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!

Betrachtung

Während des ganzen Alten Bundes wurde die Berufung Marias durch die Sendung heiliger Frauen vorbereitet. Trotz ihres Ungehorsams wird Eva schon zu Beginn verheißen, sie werde einen Nachkommen erhalten, der den Bösen besiegen werde, und die Mutter aller Lebendigen sein. Kraft dieser Verheißung empfängt Sara trotz ihres hohen Alters einen Sohn. Wider alle menschliche Erwartung wählt Gott das, was als machtlos und schwach gilt, um zu zeigen, dass er seiner Verheißung treu bleibt: Hanna, die Mutter Samuels, Debora, Rut, Judit und Ester sowie viele andere Frauen. Maria „ragt unter den Demütigen und Armen des Herrn hervor, die das Heil mit Vertrauen von ihm erhoffen und empfangen. Mit ihr als der erhabenen Tochter Zion ist schließlich nach langer Erwartung der Verheißung die Zeit erfüllt und hat die neue Heilsökonomie begonnen“.
(Katechismus der katholischen Kirche, 489)

WEIHEGEBET

O Maria, ich weihe mich deiner Kindheit. In ihr empfange ich den bewundernden Blick des himmlischen Vaters, seine ganze, unschuldige Liebe und sein Vertrauen in ein ganz kleines Mädchen, in dem sich alle Hoffnung der Welt sammelt. In dir, Maria, weihe ich mich der über jeden Verdacht erhabenen Liebe des Vaters. Ich weihe mich auch der Hoffnung, damit ich das Staunen über das kommende Glück in der Familie Gottes weitergeben kann.
O Maria, ich weihe mich deiner Kindheit, die mir den Mut gibt, dich in meine Arme zu nehmen und dich an mein Herz zu drücken. So will ich mit dir ganz vertraut werden, du Königin des Himmels.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.