2. Woche 4. Tag – Weihe unserer Gottesbeziehung

2. Woche, 4. Tag – Weihe unserer Gottesbeziehung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Anrufung des Heiligen Geistes

Heiliger Geist, deine Gnade stehe uns bei,
und wenn sie aus unseren Herzen alle Laster vertrieben hat,
ziehe sie dort ein.
Wohltätiger Geist, du Licht der Menschen, befreie unsere Seele
von ihrem tödlichen Dunkel.
Heiliger Geist, dem das rechte Denken immer gefällt,
komm in deiner Güte und gieße deine Salbung über alle unsere Empfindungen.
Geist, der du alles Verschmutzte reinigst, läutere unseren inneren Blick,
auf dass wir den Vater, den Höchsten, schauen, den nur ein reines Herz zu erblicken vermag.
(Humbert von Roman)

 Glaubensbekenntnis

1 Gesätz vom Rosenkranz

Vater unser – 10 Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater

Aus dem Hohelied, 8

Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz,
wie ein Siegel an deinen Arm!
Stark wie der Tod ist die Liebe,
die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt.
Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen.
Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses,
nur verachten würde man ihn.

Betrachtung

„Selig ist die, die geglaubt hat!“ (vgl. Lk 1,45). Maria  führt uns vor allem hin zum Glauben.
Zum Glauben an die Liebe Gottes des Vaters, die uns immerwährend umgibt. Nicht wir haben Gott geliebt, er hat uns als Erster geliebt.
Zum Glauben an die Macht Christi, die in der Erlösung offenbart wurde. Er ist Gott der Retter, von Jesaja prophezeit. Er ist die überfließende Lebensquelle. Er ist die Wahrheit Gottes und die Wahrheit unseres armseligen Daseins. Er ist der Weg Gottes und der Weg des Menschen, er ist der einzige Mensch, der vollkommen nach seiner Berufung lebte.
Zum Glauben an den Heiligen Geist, den Maria rückhaltlos in sich aufgenommen hat und der auch uns geschenkt ist.
Wir sind uns dieser Liebe des dreifaltigen Gottes gewiss; indem wir uns ihr im Glauben öffnen, werden wir mit Maria selig sein und den Geschmack und Kraft zu lieben empfangen.
(Johannes Paul II., Lourdes, 15. August 1983)

WEIHEGEBET

Maria, du Braut des Geistes, in der das Wort Fleisch geworden ist,
in dir zeugt der Vater den Sohn immerfort weiter.
Der Vater zeugt ihn aus Liebe, und aus ihrer dreifaltigen Liebe mit dem Geist ergießt sich das Werk der ganzen Schöpfung.
O Maria, ich weihe dir alles, was in mir nach der Vereinigung mit Gott verlangt; ich weihe dir alles, was sich in mir nach der Verlobung und Vermählung mit meinem Gott und Schöpfer sehnt. Eine so innige Vertrautheit verlangt eine vollkommene Keuschheit, die mein Leib allein in dir findet. Allein in dir werden meine Seele und mein Geist jungfräulich für die göttliche Umarmung.
Allein in dir kann ich mich vollkommen hingeben und brauche keine Angst zu haben, den Bräutigam, der wie Feuer ist, in mein Innerstes aufzunehmen. Allein in dir, du brennender Dornbusch, fürchte ich mich nicht, von seiner göttlichen Liebe verzehrt zu werden.

O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.